Urlaub ...

Ich sitze hier vorm Computer! – Zumindest mal wieder mit dem ernsthaften Vorsatz einen Blog zu verfassen! 
 

Ich rieche nach Zitronen & Teebaum Duschschaum. Was mir gut gefällt!
Zu meiner rechten steht Zuckerfreies Cola, zu meiner linken ein leckerer Schokopuddeling. ... was mir dann doch noch ein ganzes Stück besser gefällt!

Meine Ohren werden, während ich diese Zeilen schreibe, mit Songs von der Musikgruppe: „Berge" verwöhnt.
Diese Kombo war mir bis vergangene Nacht völlig unbekannt. Bevor ich sie durch einen putzigen Zufall auf YouTube entdeckte.
Sofort nahm mich Musik, Gesang und die Texte Gefangen. „Für die Liebe" – hieß der Kennenlern-Song.

Darin heißt es:

"... ich entscheide mich für die Liebe und für die Menschlichkeit, denn nur wer nicht geliebt wird hört auf ein Mensch zu sein, ich entscheide mich für den Frieden und hör immer auf mein Herz, wir sollten anfangen uns zu Lieben, ich weiß genau wir sind es wert ..." – Der Song ist ein Seelentreffer!

Eigentlich sollte ich jetzt mit meiner Familie in Willingen in einem wunderschönen Mehr-Sterne-Kurhotel Urlauben!

Dort unter anderem, das Hotel, die Umgebung erkunden und eines der größten Schlagerfestivals Deutschlands besuchen. Nämlich das Sauerland-Open-Air.
Ja, ich hätte mir gerne einmal den Micky Krause, Legenden Matthias Reim und Jürgen Drews und weitere Künstler Live zu Gemüte geführt.


Leider kam diese Urlaubsidee zu spontan (für mich) zustande.

Hatte ich doch schon mit Vorfeld einige Fotoaufträge angenommen.
Letztendlich konnte mich einfach nicht dazu durchringen die netten Anfragen abzusagen.
Ob es nur daran liegt, das ich nicht gerne Wortbrüchig werden, darf eindeutig bezweifelt werden, so ein Gutmensch bin ich dann leider doch nicht.

So mach ich Urlaub alleine daheim!
 Bearbeite Bilder in einem relativ gemächlichen Tempo, fühle Musik, höre Podcasts, schaue TV und ebenso gerne einigen meiner Online-Freunden dabei zu, was sie zu erzählen haben.

Zwischendurch backe ich Pizza, stopfe Eis und ähnliches in mich hinein.
Was ich, wenn ich meinem streng geregelten Alltag nachgehe, natürlich nicht tun würde.

Ich träume mich dermaßen durch den Tag und meistens auch durch die Nacht, dass ich nicht bemerke wie die Zeit vergeht.

Speziell in den letzten Jahren konnte ich meinen Geburtstagsfesten nicht viel abgewinnen.
So, habe ich in den vergangenen Jahren gleich mehrmals nur im allerkleinsten Familienkreis gefeiert.
In diesem Jahr zu meinem 40. Wiegefeste war aber auch wieder die Verwandtschaft mit von der Partie.

Zu meinem Erstaunen hatten wir (Tante, Onkel, sämtliche Cousinen und Cousin mit Familien) uns endlich mal wieder was Interessantes zu erzählen.
Ich würde rotzfrech behaupten, mehr wie in der gesamten vergangenen Dekade. Obwohl wir uns doch ziemlich regelmäßig begegnen, war das für mich - in den Vergangenen Jahren - mehr ein liebevolles sehen und gehen.
Familiäre Nähe -Vertrautheit oder das was ich darunter verstehe - war da meist Fehlanzeige. - Wahrscheinlicher ist jedoch, das ich einfach viel zu hohe Ansprüche stelle?

Dieser runde Geburtstag hat dafür umso mehr entschädigt.
Gutgelaunte Verwandtschaft und Familie! Sommer pur! ... und eine vermisste Leichtigkeit.

Ich habe übrigens mehr denn je Lust auf Menschen und ihre Geschichten.

Seit ich, wie erwähnt - vor wenigen Wochen - in ein weiteres Lebensjahr gestartet bin, begleitet mich ein neuer Fotoapparat. Eine Sonny Alpha7.

Getauft wurde sie feierlich auf den Namen: "Sarah Kana Jane"! - Wieso? - Weil man angeblich Dinge, die einen Namen haben, automatisch besser behandelt. Meine Kameras seit jeher einen Namen erhalten haben.
Den Namen Sarah Kana Jane merke ich mir mal für meine Erstgeborene vor.

Heute, ... naja, jetzt schon gestern, hatte ich Endlich die Gelegenheit die Kamera auf Herz und Nieren zu prüfen.

Sie hat den Test mit "sehr gut" bestanden. Satte Farben, viele Einstellungsfunktionen, kaum Bilderrauschen und ein handliches Menü.

Wehrmutstropfen sind offenbar die Akkus, die angeblich nicht allzu lange durchhalten.


Beinahe vergessen!
Während die Familie fröhlich im Urlaub verweilt, kam ich auch zum ausmisten meines Schreibtisches.

Dort fand ich ein rotes Modell, eines Coca Cola Trucks. Ein Spielzeug, das Mittlerweile 30-Lenze oder mehr auf dem Buckel hat. Ich habe mich sehr über den kleinen, unerwarteten Staubfänger gefreut.
Nach einer ausführlichen Grundreinigung erstrahlt der Spielzeug-Truck im neuen Glanz. Seinen Platz hat er nun auf dem Tower des Computers gefunden.
Immer wenn ich hinschaue, verspüre ich den Anflug eines Lächelns auf meinen Lippen.

Ich hatte mir viel (zu viel) vorgenommen für diesen Urlaub zu Hause.
Tatsächlich habe ich auch nur die wenigsten Urlaubspläne umgesetzt.


Das was ich allerdings davon geschafft habe, stimmt mich dann aber doch ausgesprochen happy!

1 Kommentar 20.8.18 06:02, kommentieren

"Yes!- I like Hochzeit"!

Seitdem letzten Blogeintrag sind leider bereits einige Wochen vergangen. - Dabei war ich so schön im "flow."

Was mir dazwischen gekommen ist? - Aufträge, Sommer und vieles anderes.

Momentan läuft mein Leben ziemlich rund!
Ich kann mir aussuchen welche Foto-Aufträge ich annehme und welche nicht. Das ist (zumindest für mich) purer Luxus.

Bin ich doch kein gelernter Fotograf.
Sondern hab mich über die Jahre von manch abstrakten, wackeligen, unscharfen Bild zu einem passablen Fotograf (zu) langsam hochgearbeitet. Fachlektüre und Internet sei Dank.
Es heißt ja: "Eigenlob stink"! - Aber bei meiner Aussage, kann ich nichts riechen.
Empfinde dabei sogar rückblickend einen gewissen Stolz.

Vor ungefähr 14 Tagen durfte ich einer traumhaften Hochzeit beiwohnen.
Zuvor bereits einen lustigen Polterabend mit live Musik.
Braut und Bräutigam sind mir übrigens seit längerem bekannt.

Bereits im vergangenen Oktober durfte ich der herzlichen Trauungszeremonie im Standesamt beiwohnen.
Unter anderem, um der schwerkranken Mutter, der Bräutigam - die bedauerlicherweise ca. 3 Wochen nach der Standesamtlichen Eheschließung verstarb - einen Herzenswunsch zu erfüllen.


Es gefiel mir, so sehr, wie:

Der Bräutigam vor der Hochzeit sichtlich nervös und angespannt die Kirchgänger in Empfang nahm.

Die Braut zur eigenen Trauung ca. 5. Minuten zu spät kam; Sympathisch!
Wie sie aus dem festlich geschmückten Auto, im ausladenden weißen Hochzeitskleid, stieg und strahlend erzählte: "Die wo mir die Haare gemacht hatte, hatte echt die ruhe weg, um 13 Uhr 54 setzt die noch den Lockenstab an!" (Um 14 Uhr war die Trauung angesetzt)

Die Braut im weißen Hochzeitskleid bezaubernd wirkte. Wobei ihr strahlen, selbst das Kleid übertraf.

„Der Bräutigam eine der coolsten, emotionalsten Socken“ ist, die mir je untergekommen ist.

Das Brautpaar sich permanent anstrahlte.
Beste Gastgeber waren, dennoch immer sich kleine Zweisame-Glücksmomente zum Teilen nahmen.

Der Trauungsgottesdienst.
Die Hochzeitssängerin die mit “Ja“ und „Das Beste“ Anteil daran hatte.
Das die Liebenden beim „Ja-Wort“ einen deutlich hörbaren Kloß im Hals hatten.

Die freche Ringübergabe, des kleinen Sohnes der Trauzeugin, der erstmal selbst mit der Ringschachtel spielte, bevor er sie weitergab, was selbst dem Pfarrer ein lautes Lachen entlockte.

Wie Braut und Bräutigam, ohne die Augen voneinander abzuwenden, die Ringe sich ansteckten

Die Glückwünsche von Familie und Freunde nach der Kirche. An Herzlichkeit, meiner Meinung, nicht zu überbieten.

Freunde und Familie, die Braut und Bräutigam vor und nach der kirchlichen Hochzeit betütelten und knuddelten. Ich hatte das Gefühl, jeder einzelne Gast gönnte dem Paar von Herzen ihr Glück.
Selbst, die Tanzgruppe, der Braut, hatte es sich nicht nehmen lassen beim Auszug des Brautpaares aus der Kirche Spalier zu stehen.

Der Weg. der ganzen Hochzeitsgesellschaft inklusive Braut und Bräutigam zur Feierstätte.

Familie und Freunde waren eine feine Einheit.
(... außerdem machten sie dem Fotograf (wer immer das auch war?) das Bilder-machen ausgesprochen leicht.

Beim Sektempfang, es auch gekühlten Eistee gab - hab ich so, trotz zahlreicher Trauungen, auch noch nicht erlebt.

Das Ultimative Geschmackserlebnis, Salat der in kalter Himbeersoße ertrinkt.
Ob es wohl kalte Himbeersoße zu kaufen gibt?

Ein sagenhaftes Ambiente, das die Feierstätte bot. … das meine Bilder, beim Hochzeitshooting nochmals zusätzlich kräftig aufwertete.

Die Reden lebendig und Spiele kurz gehalten wurden.

Der DJ, die Musik spielte, die alle hören mochten. Das Brautpaar und die muntere Hochzeitsschar darunter - selbst die Nichttänzer zum mit-wippen und den Rest auf das Tanzparkett zog.

Es keinen sichtbaren & hörbaren Stress gab. Einigkeit, Herzlichkeit und natürlich ganz viel Liebe, neben dem Brautpaar, das Brautpaar stets im Fokus standen.

Ich selbst (noch)emotionaler war wie sonst.

Denn beiden nicht das Beste, sondern das Allerbeste für die Gemeinsame Zukunft wünsche.

Ich habe es geliebt, bei dieser Hochzeit Bilder machen zu dürfen. – Kam mir fast mehr wie ein Gast, statt wie ein Fotograf vor.


Ich mag Hochzeiten, mehr denn je! - „Yes - I like Hochzeit“!

Ich kann ohne Probleme, Trauungszeremonien & Feiern immer wieder Beiwohnen . Sowohl als geladener Gast wie auch als Fotograf.
Es ist (irgendwie) immer das Gleiche! … und doch immer total anders. Ich finde Trauungszeremonien sind wie eine geliebte Geschichte, die man in hunderten von varianten erzählen kann, die aber trotz bekannten Ausgangs, rein gar nichts von ihrer Strahlkraft einbüßt!


Ich bin mir relativ sicher, die vielen emotionalen, wunderschönen Begebenheiten, Familienliebe, Freundschaften, Gefühle und Eindrücke werden sich Rückblickend zu einem Unglaublichen, immer greifbaren Lebensmoment für das Brautpaar entwickeln. – Ich glaube fest, dass mit zunehmender Zeit sogar, dieser besondere Tag im Leben mehr & mehr an Bedeutung gewinnt. – Ob es so ist? – Muss sich herausstellen!?!

Vielleicht darf ja auch ich irgendwann diese Erfahrung mit der Frau meines Lebens teilen? - Aber bis es soweit ist, will ich einfach unglaublich gerne daran glauben!

25.7.18 04:45, kommentieren

"Gute Nachrichten & Audiodeskription"

Die wunderbarste Nachricht des Tages, dass die Thailändische Fußballmannschaft endlich gerettet ist! Wochenlang hab ich gefiebert und gehofft, dass sie es aus ihrem Höhlen-Gefängnis schaffen.
Nicht auszudenken, wie wohl erst Eltern, Verwandte, Bekannte und Freunde um ihre Angehörigen gezittert haben müssen?
Ein dreifaches Hoch auf alle, die diese Rettungsaktion möglich gemacht und dieses qualvolle Höhlendrama zu einem guten Ende gebracht haben!
Man darf nicht den Taucher vergessen, der bei den Vorbereitungen - der riskanten Befreiungsaktion - sein Leben verlor.


Mit Vater zusammen verfolgte ich, das Fußball-Weltmeisterschafts-Halbfinale zwischen Frankreich und Belgien.
Das Beste daran, waren aber nicht die gezeigten Leistungen auf dem grünen Rasen. Die wir als okay einstuften.
Auch nicht unser übliches lustiges Geplänkel.

Zumindest nicht bis zur 47. Minute.

Da kam Papa auf die grandiose Idee, auf Audiodeskription (eine art Radiokommentar, die blinden und sehbehinderten Menschen ermöglichen soll, diese Events, ob Sportveranstaltungen, Shows oder Filme weitaus besser wahrnehmen zu können) umzustellen.
Die ARD & ZDF als zusätzliche Option anbieten.

Direkt gewann die Halbfinal-Begegnung - durch diese grandiosen Spielbeobachtungen des Kommentatoren-Duos -an Brisanz.
Punktgenau und detailirrt beschrieben, die Berichterstatter, was wir auf der Mattscheibe sahen.
Fernsehbild und Audiodeskription zumindest beim Fußball einfach göttlich.

Haargenau wurden nicht nur die Darbietungen der 22 Akteure auf dem Feld, sondern auch genial Mimik und Gestik, geschildert.
Wir hatten durchaus unseren Spaß an solch emotionalen Kommentaren wie: "Loris hält den Knochenbrecher-Schuss".
Wie ein Franzose unabsichtlich von einem Belgischen Auswahlspieler mit dem Ball angeschossen wurde, hieß es, nach ausführlicher Zeitlupenstudie: "Da schwabbelte das ganze Kinn".
Besonders treffend formuliert, wie der Nationaltrainer Frankreichs, Didier Deschamps, über das 1:0 jubelte: "Da reißt er die Arme hoch wie ein Boxer". - Einfach Herrlich.

Selbst das Spiel, von dem wir uns im Vorfeld noch deutlich mehr versprochen hatten, gewann durch die gute Chemie zwischen den Kommentatoren, sofort an Farbe.

Es war eine nette Abwechslung zum Bekannten!

Was diese Audiodeskription-Kommentatoren verbal leisten ist unglaublich kreativ. Eine ganz eigene Form von Sprachdynamik und Wort-Akrobatik

Vater und ich können, uns auch in Zukunft vorstellen, besonders wenn eine Partie nicht unseren Vorstellungen entspricht, immer mal wieder in dieses Spektakel: "Audiodeskription" hineinzuhören.


Jedoch sind wir heilfroh, dass wir nicht auf Audiodeskription angewiesen sind.
Uns ist klar, was für uns ein Riesenspaß war, ist für andere Menschen unabdingbar, um solche oder ähnliche Events überhaupt genießen zu können.- Umso schöner, das uns mittlerweile die moderne Welt solche und viele andere außergewöhnliche Möglichkeiten bietet!

11.7.18 05:04, kommentieren

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