„Brynners rauchfreier Dekorations-Freitag“

Ich schnappte im Verlauf des frühen Mittags auf, dass der Schauspieler „Yul Brynner“ nachdem bei ihm unheilbarer Lungenkrebs diagnostiziert wurde, ein Fernsehinterview gab, wo er seine Krankheit öffentlich machte.
In diesem Gespräch sagte „Brynner“, dass er einen Werbespot drehen werde, in dem er auf die Gefahren des Rauchens aufmerksam machen wird. Der nach seinem Tode (*10. Oktober 1985) ausgestrahlt werden sollte.

So kam es dann - laut mehrerer übereinstimmender Quellen - tatsächlich auch!

Diese Neuigkeit hatte ich mich beschäftigt. Mir nötigte diese Weitsicht extremen Respekt ab: „Denn Tod vor Augen und doch an andere Gedacht“.

Ich dachte, das erste was mir zur Person „Yul Brynner“ einfallen werde, wären seine Beteiligung in dem Kultwestern „Die Glorreichen Sieben“. Aber nein, es war die Serie: „Der König & Ich“ (1972). In der „Brynner“ den König von Siam verkörperte.  



Hinter mir liegt ein äußerst gemochter Freitag!
Zuerst Familienessen bei den Eltern. Ein Topf voller heller Soße, darin für mich identifizierbar, Karottenstückchen, Blumenkohl und in der großen Mehrzahl mit Nudeln gefüllt. Ungefähr eine Stunde saßen wir bei einer besonders lebendigen Unterhaltung zusammen.

Das Lachen meiner Eltern, ihre Zufriedene Mienen und Mamas & Papas Gesundheit gibt mir - selbst heute - unglaublich viel. … und offenbar mit jedem Jahr, das vergeht, noch ein Stück mehr? Mein Herz hüpft jedes Mal, wenn ich sie vergnügt, fit und munter sehe.

Genauso dieses Gemeinschaftsgefühl innerhalb der Familie.
Vielleicht einer der wichtigsten Antriebsstoffe für mein Leben?!
Geht’s den Menschen gut, die ich mag, dann geht’s normalerweise auch mir hervorragend.


Mit Vater unternahm ich eine kleine Wanderung auf den elterlichen Speicher.
Wo wir mit detektivischen Gespür Kistenweise Weihnachtsdekoration auftaten und im Anschluss vom Speicher in den Flur schafften. Mama urteilte dann, welcher Kisteninhalt zur Dekoration bleiben durfte und welche Kartons und Kisten wir umgehend zurück auf den Speicher zu schleppen hatten.

Fröhlich hingen Vater und ich Lichterketten (als Mond, Glocken, Sterne und kleinere LED-Ketten) auf.
Währenddessen Mama, Engelchen, Renntiere, Nikolause und andere Figuren im Küchen-. Flur-, Wohnzimmerbereich verteilte.

Die Stunden verflogen im Nu.
Ich hatte, nimmt man die mir unbekannte „Brynner-News“ aus, nichts im Kopf, gar nichts, außer das anstehende Adventswochenende und unbekümmerten Schabernack mit Vater zu ersinnen.


Kleinigkeiten die in Großartigkeiten ausarten (ob, Momente, Gefühle, Erinnerungen oder Gedanken) sind einfach das Allerbeste!



„Guten Morgen! – Wer immer ihr auch seid?!

2 Kommentare 28.11.20 08:35, kommentieren

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