Hundephobie

Erneut ist es ein sehr milder Novembertag. Ohne Schwierigkeiten kann man bei frühlingshaften Temperaturen draußen sitzen.

Ich hab mich aufgrund eines großen weißen Hundes von der Parkanlage im Stadtzentrum in die Anlage nahe des Domes verzogen.

Bereits in den letzten Tagen, hab ich, gleich mehrmals den erwähnten Hund und seinen Besitzer misstrauisch beäugt.
Ich hab immer Schweißnasse Hände, will sofort die Flucht ergreifen.
Ich kann mich erinnern, das mich der Kläffer, der Cousine meiner Mutter, wie ich 8,9 oder 10 Jahre alt war, gestellt hatte. Doch schon zuvor haben mir Größere Hunde einen Riesenrespekt eingeflößt.

Das weiße Tier fletscht bei Buchstäblich jedem Lebewesen, das vorbei möchte, seine messerscharfen Zähne.
Taucht ein anderer Vierbeiner auf, rastet der Riesenhund total aus. "Die Töle" bellt, zieht, springt wild an der Leine umher.
Die andere Tiere legen sich ehrfurchtsvoll, wenn auch ein gutes Stück entfernt, ausgestreckt nieder.
Der Besitzer des weißen Bell-Schrecks, kann seinen Riesen-Wauwau, gerade so, nach zähem Kampf (um die Leine), unter Kontrolle halten.

Mir stockt da ausnahmslos immer mittelschwer der Atem. Stets begleitet mich das ungute Gefühl, das Tier mit seiner ungezähmten Kraft, könne sich doch einmal von der Führleine losreißen.

Sobald der Hund rebelliert, bin ich nur auf das Tier fixiert. Schreiben, lesen oder nur entspannt Mittagspause genießen, ist dann einfach nicht mehr drin.

Ich war noch nie der größte Hundefreund, werde es wohl auch nicht mehr!?! - Aber wenn ich, wie gerade, meine schriftlichen Gedanken besonders stark hinterfrage, kann ich mir vorstellen, das ich aus einer kleinen Mücke einen Elefanten mache? ... und einfach nur unter einer ausgewachsenen Hundephobie leide? ... vielleicht sollte ich mal etwas dagegen unternehmen?!

24.11.17 21:48

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bisher 2 Kommentar(e)     TrackBack-URL


(25.11.17 15:38)
Mir hat sich schon beim Lesen der Magen zusammengezogen. Ich bin schon zweimal von einem Hund angesprungen worden. Es war jedesmal ein Schäferhund. Von daher habe ich großen Respekt vor großen Hunden und überhaupt kein Verständnis für Hundebesitzer, die auf ihre Tiere nicht aufpassen und nicht in der Lage sind, sie gut zu erziehen.
Mir hat der Tipp eines Hundebesitzers geholfen. Den Hund nicht beachten! Das klappt ganz gut! Ich habe nämlich keine Lust, mir meine schönen Spaziergänge vermiesen zu lassen und du solltest das auch nicht tun. Zur Not muss man die Hundebesitzer forsch dazu auffordern, ihre Tiere anzuleinen.
Liebe Grüße, merry-n


"Rex-Mama" / Website (2.4.20 12:14)
Ich lese mich gerade nach und nach durch deinen Blog und empfinde großes Vergnügen dabei, denn du bist ein excellenter Beobachter und verstehst es wirklich, dies dann auch in Worte zu kleiden.
Die Geschichte mit dem Hund ließ mich schmunzeln, erzählte ich doch vor einigen Tagen noch in meinem eigenen Blog, dass ich früher einmal genauso gestrickt war und wie ich mir beim Kontakt mit dem Hund meiner Schwiegermutter regelmäßig fast die Büxn vollmachte vor Angst. *g*
Es ist schon dolle, wie man Dinge bzw. sich selbst und seine Phobien verändern kann, wenn man das nur möchte und daran arbeitet ...

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