"Jahrelang verschollenes Wintergefühl"

Ich lausche der Musik, des nahegelegenen Weihnachtsmarktes. Die Sonne strahlt durch die kahlen Zweige, der mächtigen Bäume. Fröhliches Glühwein-Gelächter. Der Duft heißer Maronen und köstlicher Bratwürste verzückt die Sinne.

Menschen in warmen Stiefeln, Schals und in dicken Mänteln eingepackt, sind auf Geschenkejagd.
Vereinzelt zwitschern Vögel.
Wortfetzen wie rätselhafte Sätze, die beim durchqueren der Anlage in Handys gesprochen werden, hallen mehrmals wie ein Echo in meinem Kopf, bevor sie sich in Desinteresse auflösen.

Eine untypisch beschauliche Friedlichkeit hat die Stadt ergriffen. Auch ohne Schnee - ich sitze hier und friere - Jahrelang verschollenes Wintergefühl.

8.12.17 03:54

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bisher 1 Kommentar(e)     TrackBack-URL


(8.12.17 09:43)
merry-n
Ich bin wahrlich kein Weihnachtsfan, trotzdem kann auch ich mich dem Zauber von Lichtern und überbordenden Wohlgerüchen nie entziehen. Es gibt einem das Gefühl von Sicherheit und Geborgenheit in dieser dunklen und kalten Zeit. Relikte die im Stammhirn gespeichert sind aus Zeiten, als unsere Vorfahren in Höhlen hausten und bis zum Frühjahr kaum zu Essen hatten. Unglaublich, wie stark das immer noch in uns nachwirkt! Genießen wir den Sinnentaumel und Überfluss und die Sicherheit, die uns das vermittelt!

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