"Helferfest"

Die Lust am Helferfest teilzunehmen war doch arg begrenzt. Ist die Woche doch auch so schon durch den Alltag, Sport, Vorstandsarbeit, tausenden von Bildern (die auf Bearbeitung warten) und Vorbereitung auf neue Fotoaufträge pickepackevoll. Zusätzliche Termine sind derzeit mehr Frust wie Lust.

Im Vorfeld des Helferfestes hatte ich leichtsinnig meine Teilnahme zugesagt. - So, das ich mich doch bei einem der langjährigen Fastnachter im "Party-Keller" - wenn auch relativ Lustlos - einfand.

Im Halbdunkel der Helferfest-Location und bei Musik der 80er Jahre "hallote" ich mich durch die anderen Gäste.
Trotz Fotoapparates konnte ich meine Lustlosigkeit; da bin ich mir sicher; nicht wirklich verstecken.

Anders kann ich mir nicht erklären, warum ich bis zur Eröffnung des warmen Buffets - das mich übrigens völlig kalt ließ - in keine Unterhaltung fand.

Der Abend dümpelte weiter vor sicher her.
Bevor ich mich in der Gemütlichen Sitzecke niederließ, war ich schon auf Abschied eingestellt. ... als unerwartet meine Interesse an der Gesprächsrunde geweckt wurde.

Eine der anwesenden Frauen, die mit einem Amerikaner verheiratet ist, erzählte von Weihnachten in den USA.
Das im Gegensatz zu Deutschland märchenhaft anders wäre. Sie nannte es: "Das schönste was ich je erlebt habe." - In Amerika herrsche noch echtes Weihnachtsfeeling. - Hier (in Deutschland) wäre nichts mehr davon zu spüren.
Auch die Menschen würden sich stets um ein Miteinander bemühen. Sie würde lieber heute wie morgen - mit ihrer Familie - in die USA zurückkehren.
Problem daran, ihr Ehegatte liebe Deutschland. Die Geschichte, Kultur und überhaupt.

Durch diesen Wort-Beitrag entstand eine angenehme Diskussion:

- Sind wir Deutsche solche Stinkstiefel ?

- Leben und wohnen in den USA (im Vergleich zu leben und
wohnen in Deutschland?

- Weihnachtzeit/Weihnachten hat seinen Zauber verloren?

- Kann eine Deutsche Synchronisation mit den
Originalstimmen in Filmen und Serien mithalten?

Eine lebhafte Diskussion über zwei Stunden, die immer wieder durch (Urlaubs-)Erlebnisse/Anekdoten der Teilnehmer bereichert wurde.

Ich war ein wenig traurig, wie man das Helferfest für beendet erklärte. Zu sehr hatte ich Spaß an der sehr lebendigen Gesprächsrunde gefunden.

Wäre ich auch nur Ansatzweise bereit gewesen, mein innerliches motzen und jammern einzustellen und mich nur etwas einzubringen, hätte ich das Fest - mit seinen Menschen, Musik, Essen - sofort genießen können. - Stattdessen musste man mir erst ein Brotkrummen (Wort-Beitrag) hinwerfen, der mich wachrüttelte und das Helferfest 2018 genießen ließ.

10.3.18 04:50

Letzte Einträge: "Mangelndes Selbstbewußtsein & Zuneigung", "James Corden & Die Projektwoche", "Ich packe meinen Koffer. ... und will jetzt schon wieder nach Hause"!, "Von Sommerlöchern, Heihunger auf Knoppers und einem 90er Podcast"

bisher 0 Kommentar(e)     TrackBack-URL

Name:
Email:
Website:
E-Mail bei weiteren Kommentaren
Informationen speichern (Cookie)

Die Datenschuterklärung und die AGB habe ich gelesen, verstanden und akzeptiere sie. (Pflicht Angabe)


 Smileys einfügen
Werbung