„Zurück in die Erinnerung“!

Momentan habe ich immer wieder interessante Flashbacks.

Erinnerungen, die urplötzlich vor meinem geistigen Auge auftauchen und mich – kaum wieder aus meiner phantastischen Gedankenwelt aufgetaucht – ziemlich dümmlich in die Welt hinein grinsen lassen (oder weitaus seltener, mich zum Kopfschütteln bringen)
Ob Familienereignisse, Schulgeschichten, Freunde, Hörspiele, erste Liebe, Süßwaren, TV Shows, Filme, Spielzeuge. – Ich tauche soweit ab, dass diese durchweg positive Erinnerungen mich total einnehmen.
Alles Negative habe ich – derzeit - vorsorglich aus meinem Schädel verbannt.

Zu Zeit muss ich immer wieder:
An eine Freundin, mit der ich das Innovation & Qualifizierungszentrum (1999-2000) besuchte, denken. Wie unglaublich Federleicht diese Freundschaft war.
Wir sind, soweit es die Zeit zuließ - da sie eine kleine Tochter von knapp einem Jahr hatte – immer wieder nach dem Kurs, in irgendwelchen Cafés abgetaucht. Mal zahlte Sie, mal beglich ich die Rechnung. Es war das selbstverständlichste auf der Welt.

An irgendeinem Herbstmittag, wir saßen bei ihr in der Küche, wollte ich das „Stufengedicht“ von Hermann Hesse zeigen. Frag sie, ob sie dieses Werk kennt? – Sie geht an eine dekorative Schürze, die an der Tür hängt, holt aus der Tasche einen kleinen Gedichtband und fängt an zu lesen. Bevor sie mit den Worten schließt: „Das liebe ich schon ewig.“
Unsere Gespräche über Gott, Familie und die Welt waren definitiv etwas Besonderes.
Ich war auch oft bei ihr zu Besuch. Lernte neben ihrer Familie auch Geschwister und Freunde pö a pö kennen. Das waren tolle Jahre einer Freundschaft.
Selbst nach Kursende hatte diese Freundschaft noch Jahrelang bestand.

Der Abgesang auf unsere Freundschaft kam wohl schleichend als sie mit ihrem Lebensgefährten wegzog.
Erst einigten wir uns auf darauf, per Brieffreundschaft und telefonisch unseren Kontakt aufrechtzuerhalten. – Leider war dies eine einseitige Sache. Da sie sich nicht wirklich traute Briefe zu schreiben? – Nicht wusste, was sie schreiben sollte, keine Zeit fand!

Auch war ich in ihrem neuen Zuhause zu Gast.
Dieser Nachmittag gehört zu den großartigsten überhaupt. Wir saßen im Sonnenschein auf der Gartenbank und schworen uns, dass diese Freundschaft für immer bestand hätte. Auch Anfangs, wie wir uns in der Stadt begegneten, fanden wir die Muse unsere Freundschaftsgespräche fortzusetzen. Vielleicht nicht mehr ganz so euphorisch, vielleicht nicht mehr ganz so vertraut aber immer heiter, aussagekräftig, freundschaftlich.

Wenn wir uns heutzutage doch mal durch Zufall begegnen, gibt’s ein „Hallo“ – ein langer Blickaustausch im vorübergehen. - Was uns (dieser Freundschaft) dazwischengekommen ist?
Entfernung, zu wenig Kampf um unsere Freundschaft und richtig viel Leben!

Außerdem (weitaus heiterer):
Sauren Gurken, Gummifrösche, Kracher-Brause-Bonbons, Mäusespeck, grüne und rote Schnüre denken. Alles Dinge die man damals für wenige Pfennige am Schwimmbadkiosk, Bäcker und auch in dem ein oder anderen Geschäft - mit größerer Süßwarenabteilung - sich zusammenstellen und anschließend erstehen konnte.
Für 2,50 DM hatte man da schon eine größere Tüte mit Schleckereien in der Hand.
Ich habe mir das bestimmt als Schüler nicht regelmäßig leisten können. – Vielleicht ist gerade deshalb diese Erinnerung (beim Blick in die Vergangenheit) so stark in meinem Kopf verankert? - Ich erinnere mich, aber zunehmend an das Glücksgefühl, wie wir (meine Mitschüler/innen und ich) mit unseren Süßwarentüten in den Händen, plappernd, glücklich nebeneinander zum Bahnhof marschierten.

Eine meiner nicht ganz so geheimen Leidenschaften ist das hören von Podcasts.
Ich kann und liebe es, mir Podcasts zu allem Möglichen zu Gemüte zu führen. Ob Kochen, Alltag, Sport, Reviews und Previews auf verschiedenste Events. Völlig egal! – Seit neuestem haben es mir Podcasts zu Hörspielreihen und Hörbüchern ebenso angetan.
So, habe ich auch: „Die 3 Fragezeichen“ entdeckt. Podcasts und Hörspiele.
Als Jugendlicher wusste ich das diese Reihe existiert. War mir jedoch damals völlig schnurz.
Durch Podcasts - … und ja, es gibt sogar mehrere dazu – habe ich auf YouTube in die Folgen hineingehört. Mittlerweile sind wohl dort alle verfügbaren Folgen in meinen Gehörkammern gelangt; … und ich habe es nicht bereut.
Es ist Erwachsener als die Hobbydetektiv-Reihen: „5 Freunde“ oder „TKKG“.
Mit Alfred Hitchcock hat man sogar in den ersten 3 Fragezeichen Folgen äußerst geschickt eine ausgesprochen Prominente Figur eingebaut. Es entspannt mich beim Bilderbearbeiten. Oder wenn ich mit Lappen und Möbelspray bewaffnet mein Domizil von Staub befreie.
Justus Jonas, Peter Shaw, Bob Andrews - (dies sind die 3 Fragezeichen) - haben bei mir einen bleibenden Eindruck hinterlassen.
Vielleicht noch viel mehr, die Menschen die sich mit diesen fiktiven Figuren beschäftigen? Mit einer ausgiebigen Leidenschaft werden die Fälle besprochen und liebevoll bis ins kleinste Detail auseinandergenommen.

Die Fußballbundesliga ist auch wieder gestartet!
Obwohl ich die Münchner Bayern sehr mag, würde ich mir wünschen, dass wir mal wieder ein packendes Meisterschaftsduell zu sehen bekommen. Wäre sicher für den gesamten Deutschen Fußball gut.
Nachdem 2. Spieltag haben allerdings nur drei Mannschaften volle Punktzahl erbeutet.
Zu einem die Bayern zum anderen die Berliner, vielleicht etwas überraschend, der VFL Wolfsburg. Was mich für den Trainer des VFL Wolfsburg Bruno Labbadia freut, dass die Schmährufe der eigenen Fans verstummt sind. „Wir sind bald 2. Liga, wir kommen nie wieder, weil unser Trainer ist Bruno Labbadia“. – Hat dieser Übungsleiter nicht verdient, nachdem er über Jahren seine Klasse nachgewiesen hat.

Auch meine Duschschaumleidenschaft fröne ich weiterhin. Momentan rieche ich wie eine Orange. Danach werde ich wohl Kokosnuss & Sheabutter ausprobieren.


Bin ich Chat-müde?
Momentan frisst es mich auf, wenn ich im Chat stehe und man antwortet mir nicht. Oder alle 20-Minuten kommt ein halbherziges Sätzchen. … das ist mir viel, viel zu wenig. Selbst meine liebsten Onlinefreunden mussten von mir zu diesem Thema eine (berechtigte????) Predigt einstecken. – Ich habe das momentan so satt. Werde ich mich wohl zumindest eine Weile zurücknehmen. Auch mal, ausschließlich, nur auf Fragen antworten.


Zum Abschluss möchte ich noch von dem Roman: „Die Hütte – Ein Wochenende mit Gott“ von William Paul Young berichten. Darin geht’s um einen trauernden Vater, der von dem Allmächtigen selbst auf eine Hütte eingeladen wird.
Das Buch berührt mich. Zumindest auf den bisher gelesenen 117 Seiten.
Ich lese nicht nur, sondern denke sogar verstärkt darüber nach.
Ich mag die Vorstellung, Gott mir als freundliche dicke, schwarze Frau vorzustellen. Der Mix aus Wissen, Glauben, gepaart mit einem Hauch Phantasie und Bekämpfung eines realen Problems ist genau mein Ding.


Bei uns in der Nähe ist heute das Backfischfest zu Ende gegangen!
Ich selbst hab dieses populäre Fest, 2018, mehr ins Herz geschlossen wie in den vorherigen Jahren. Besonders der sensationelle Umzug mit seinen Freundlichen Teilnehmern und Zuschauern, ganz ohne Pöbelei, wird mir aus Fotografensicht in Bester – da ist das Wort wieder – ERINNERUNG bleiben.

2.9.18 22:30

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bisher 1 Kommentar(e)     TrackBack-URL


Marie / Website (7.9.18 23:01)
Was wären wir ohne unsere Erinnerungen? An die meisten Dinge erinnere ich mich auch recht gerne und ich glaube da gab es so einiges.
Die 3-Fragezeichen sind mir auch noch in guter Erinnerung. Da hatte ich zusammen mit meinem Bruder ein paar Teile auf Kassette. ;-) Wehe wenn mal ein Teil verschwunden war.
Ich erinnere mich noch an Esspapier und 10 Pfennig Wassereis. Der Hit überhaupt!
Ja, Freundschaften sind was schönes, aber manchmal dann doch nicht auf ewig. Es ändert sich vieles im Laufe der Jahre, aber ich denke das es nicht nur die anderen sind, sondern das wir uns selbst auch immer wieder verändern.
LG, Marie

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