Das wandelnde (Vor)-Weihnachtsklischee

„Freue dich, freue dich, oh Christenheit“, schallt es vom benachbarten Weihnachtsmarkt. – Der nur wenige Meter von der kleinen Parkanlage, nahe der Fußgängerzone, entfernt liegt.

Während ich mittlerweile: „Kling Glöckchen, klingeling“ vernehme, stelle ich fest, auch wenn es noch einige Wochen zum Weihnachtsfest hin sind, dass ich noch so überhaupt nicht in einer (Vor)-Weihnachtsstimmung bin.
Hoffe ich doch, dass sie mich demnächst überkommt. Wobei es nicht das erste Mal wäre, dass sie mich punktgenau am Heiligen Abend trifft.

Vielleicht liebe ich insgesamt die Vorweihnachtszeit sogar noch mehr wie das eigentliche Fest? – Frei nach dem Motto: „Der Weg ist das Ziel“!

Was diese Zeit für mich ausmacht?
Unter anderem alle Klischees die diesen besonderen Tagen und Wochen nachgesagt werden. - … und die ich oft 1 zu 1 auf mich übertragen kann.

Klar bemühe ich mich das gesamte Jahr über freundlich und hilfsbereit meinen Mitmenschen gegenüber zu agieren.
Ich habe keine Angst, dass mich Knecht Rupprecht in seinem Sack verschwinden lässt. – In mir jedoch ein tief verwurzeltes Gefühl, dass man mit Beginn der Weihnachtszeit aufgerufen ist, sich als Mensch zu hinterfragen und in allen Lebensbereichen das Gaspedal bis zum Anschlag durchzudrücken.

Ich bin wahrscheinlich noch klischeehafter wie die Weihnachtszeit selbst. Womit ich allerdings sehr gut leben kann.
Gibt mir diese Klischeehaftigkeit doch ein durchweg erwärmendes Gefühl von Genugtun, herbeiführenden Veränderungen und Verantwortung gegenüber meinem Mitmenschen.

Auch Bilder und Geschichten berühren mich zu dieser Jahreszeit ungleich mehr. Dementsprechend bleibt vom Inhalt mehr hängen. So verschwende ich Rückblickend automatisch den ein oder anderen Gedanken mehr an das gesehene, gelesene oder gehörte.

Mahlzeiten nehmen in diesen Wochen einen völlig anderen Stellenwert ein.
Ich mag es, den Plätzchenteller auszuräubern, dazu einen heißen Kaba, dass das ganze besser rutscht. 😊

Auch Marzipan, Nougat und sonstige Süßwarenhappen vergehen mir zu dieser Jahreszeit intensiver auf der Zunge.
Mandarinen, Äpfel und Bananen könnte ich Kistenweise verspeisen.

Dann gibt’s da noch die traditionelle Weihnachtsdekoration. Die für mich zu dieser wundervollen Zeit dazugehört.
Einige Lichtchen an der Wand, ein Stern da, eine Weihnachtsfigur hier, auf dem Regal und Tisch einen immergrünen Tannenzweig.

Von draußen aus der Kälte in eine aufgeräumte blitzblanke nach Möbelspray und den phantastischen Duft von Weihnachtsfreuden zu kommen. – Einfach unbezahlbar!   


Jaaaaaaaaa! – Ich bin zu dieser Zeit – was dieser Blog beweist – leicht überdreht, ziemlich Kitschig und freue mich über sämtlichen Kram, dem ich den Rest des Jahres, kaum Beachtung schenke. – Ein wandelndes Weihnachtsklischee! - … und dennoch möchte ich nicht das geringste daran ändern!

28.11.18 17:59

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