„Fangen und verbannen von Gedanken“

Es ist Mittwoch, 6. Februar 2019, 1 Uhr 10.

Mit meinen Eltern habe ich zusammen das DFB Pokalspiel Borussia Dortmund vs. Werder Bremen verfolgt.
Natürlich stand nicht der Fußball im Mittelpunkt, sondern die Frotzeleien und die miteinander verbrachte Zeit.
Ich werde wohl immer der größte Fan meiner Erzeuger sein!?!


Auf meinen Ohren läuft eine Podcast-Folge der Lästerschwestern. Ich bin frisch geduscht. Fühle mich sauwohl. Sitze in meinem ehemaligen Kinderzimmer, wie immer, wenn ich bei meinen Eltern zu Gast bin.

Zuhause ist noch immer ein Hauch mehr Vertrautheit und Geborgenheit zu spüren, wie anderswo? – Kennt man das auch, das einen Erinnerungen total einnehmen?
Jedoch ist auch nicht ausgeschlossen, dass ich mich zu sehr davon berühren lassen, habe ich doch in den vergangenen Wochen unzählige Retro-Podcasts angehört.
(Mindestens) 100 000 Erinnerungen fliegen bei diesen Gegenständen, Möbelstücken, Gerüchen, Videos und CDs Regalen durch den Kopf und berühren mein Herz.
Dazu gehört aber nicht nur Erinnerungen an das besagte ehemalige Kinderzimmer, auch an Schule, weibliche und männliche Freunde, Verwandte Bekannte, Schule, Ausflüge, Feiertage, Freizeit.
Der Große Rückschau-Rundumschlag. Es stimmt wohl doch: „Der Kopf denkt, Seele und Herz lenkt.“

Führen mich zurück in eine ganz andere Zeit. Selbst, das Brummen und blasen der alten Elektroheizung wirkt wie ein warmer Luftzug voller flüsternder Gedächtnisanrufe.

Einiges davon wirkt gar nicht mehr real. Fast wie ausgedacht.
Andere Erinnerungen sind einfach nur göttlich und ringen mir selbst heute noch unglaublich leicht ein Lächeln ab.
Andere Retrospektiven dürfen gerne in ihren dunklen Ecken bleiben, sollten besser nicht mehr aus diesen hervorkriechen.

Ich weiß noch, früher hatte ich überhaupt keine Angst vorm scheitern. Dafür stand die engste Familie zu sehr hinter mir und mein Selbstvertrauen viel zu groß. Auch Dinge ausprobieren war kein Problem.  
Aber es machte mich verrückt, ich könnte enttäuschen. Das Gefühl hat mir stets ein Angstschauder über den Rücken gejagt. Das Leute von mir enttäuscht sein könnten, machte mich schlichtweg verrückt. Vor allem wenn ich sie dann noch dementsprechend gemocht habe!

Auch heute macht es mich nach wie vor ungemein verlegen, wenn etwas nicht auf den Punkt klappen sollte, wie ich mir das vorstelle.

Alle meine Erinnerungen gehören zu mir, sogar die miesen! – Das habe ich Mittlerweile schweren Herzens akzeptiert. (; … und trotzdem hätte ich nichts dagegen sie loszuwerden?)
Diese haben in mir vielleicht keine Freude oder nostalgische Glücksgefühle ausgelöst, aber rückwirkend haben sie mir doch wenigstens etwas Lebenserfahrung beschert und Charakter mitgeprägt?!
Momente aus denen ich hoffentlich meine Lehren für einen vernünftigen Blickwinkel auf dem weiteren Lebensweg gezogen habe???

 

; Hoffentlich

6.2.19 04:27

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