„Dp da da dü“ & "Begegnungen mit dem Leben"

„Dp da da dü“, diese so simple Hintergrundmelodie aus einem YouTube-Video haftet seit einigen Stunden – wiederholend - in meinem Ohr.
Ich würde ja nachschauen ob ich die Melodie wiederfinde, aber clever wie ich bin habe ich Wiedergabe- und Suchverlauf gelöscht. Ich bin nicht sicher war die Melodie in einer Buch- oder Film-Rezession zu hören?

Gerade bin ich wunderbar relaxt. Was ich daran merke, dass ich erstmals seit Wochen einen Gedanken ans Blogg-Schreiben verschwendet habe. Nehme ich mal einige Abstecher in die Onlinewelt aus, selbst die waren für meine Verhältnisse spärlich gesät, das Betreuen meiner Sportgruppen, war neben der Erledigung des Alltages, das Bearbeiten der Fastnachtsfotos meine Hauptbeschäftigung. … natürlich hatte ich meinen Spaß dabei. Außerdem kann man nirgendswo so schön Podcasts dabei hören, wie bei der Bildbearbeitung. …
Aber das meiste andere blieb ein wenig – mal wieder – auf der Strecke.

Ziel war es, etwas innerhalb meiner kleinen Welt positiv zu verändern. Vielleicht sogar mal wieder bei mir selbst auf Entdeckungsreise zu gehen und natürlich auch fündig zu werden. Vorsätze für die ich mir wenig Zeit genommen hatte.

Wenn ich etwas in den letzten Wochen wirklich herausgefunden habe über mich, dann dass ich Hörspiele mag. Oder vielmehr Rezessionen und Vorstellungen über sie. Das ich meine durchaus leicht verkitschte Art unglaublich an mir mag. Wieso? – Weil ich mich damit tierisch wohlfühle.

 

Eine Förderin von mir verlor den Kampf gegen den Krebs.
Sie verstarb vor keinen drei Wochen. Leider bekam ich erst am Beerdigungstag durch die Anfrage, ob ich Fotos von der Beerdigung machen könne, überhaupt vom Tode der Förderin mit. – Was mir schrecklich Leid tat. War es mir doch so nicht mehr möglich an der Beerdigung Teilzunehmen und andere Termine nach hinten zu verschieben- bzw. abzusagen.

Noch im letzten Jahr lud sie mich bei einem aufeinandertreffen zu Gebäck und Tee ein. Sie war eine der wenigen Personen mit der mir der Smalltalk nicht sonderlich schwerfiel.
Im vergangenen Sommer war ich zu verblendet und viel zu sehr mit mir beschäftigt, sonst hätte ich vielleicht erahnen können, dass etwas mit ihr nicht völlig in Ordnung sein konnte.
Sie sprach nämlich von einer urplötzlichen Versetzung (sie war Verkäuferin) in eine andere Stadt. – Dabei betonte sie immer, wie wichtig ihr, ihr nahes Umfeld sei.

Ich war so zuversichtlich, auch wenn sie bei den Umzügen an Fastnacht einen schrecklich angeschlagenen Eindruck auf mich machte, dass sie den Krebs (das hatte sich herumgesprochen) besiegte.
Sie war ein solch unglaublich positiver Mensch!
Selbst bei den Fastnachtsumzügen, deutlich gekennzeichnet, ohne Haare, die Zähne offenbar nur noch locker mit dem Innenraum des Rachens verankert und deutlich abgemagert sprach sie mir Mut zu. Weiter mit der Fotografie zu machen. Vor allem, insgesamt zu bleiben wie ich bin. … „und auch mich mal wieder baldigst hinter das Steuer zu setzen“.
Ich brachte lediglich heraus: „Ein Alles Gute“, das ich mich freue bald wieder mit ihr an Veranstaltungen teilzunehmen.“

Die Kombination aus ihrem Anblick, wie auch aus ihren aufbauenden Worten und der beispiellose Zuspruch für meine Person hatten mich doch arg mitgenommen.

Was sie mit einem wissenden bittersüßen Lächeln quittierte. Ich hielt ihr Lächeln fälschlicherweise für Hoffnungsvolle Zustimmung.

Ich werde immer Herzensfroh sein, ihr begegnet sein zu dürfen!
Hat sie mich doch von der ersten Sekunde unglaublich gepuscht. Immer wieder das Gespräch mit mir gesucht.
Mich auf den verschiedensten Veranstaltungen herzlichst betreut und wohlwollend umsorgt. Weiterempfohlen, gestützt und mich vielen Menschen mit den liebenswürdigen Worten vorgestellt: „Ein lieber Mensch und Fotograf“. Woraufhin ich jedes Mal Tomatenrot anlief.

Solche Menschen kennenzulernen ist ein Traum!
Menschen, die andere in einer schwächeren Position stützen und stark machen und sich selbst dabei total zurücknehmen. … dass sogar, wenn sie wissen, dass ihnen nicht mehr viel Zeit bleibt, das ist wohl wirklich ein Geschenk, das man so jemanden erleben durfte. – Hab einfach Dank für Alles!!!


Beim durchstöbern von Andreas Eschbachs Seite bin ich auf eine bemerkenswerte Frage gestoßen. 
Warum sind die meisten Bestsellerautoren in den Medien nur sogenannte „C-Promis“? Mit Ausnahmen von einigen Skandalnudeln oder Nobelpreisträger?
Stimmt, wenn ich so darüber nachdenke, wie oft uns diese Geschichtenerzähler in der täglichen TV, Radio oder Printpresse begegnen im Gegensatz zu jedem überdrehten „It-Girl“ ist das wirklich merkwürdig.  
Zumal es überaus spannend wäre, mehr zu erfahren – damit mein ich natürlich nicht irgendwelche Sensations-Skandälchen.
Sondern mehr aus dem schnöden Alltag. Ob das nicht etwas dem ein oder anderen Buchautor den Mythos nehmen würde, will ich mir erst gar nicht anmaßen festzustellen.


Ich trinke jetzt genüsslich eine Cola-Light. Lasse mich dann in meine weichen Kissen sinken und nehme mir wie Millionenfach zuvor, sobald ich die Augen öffne, meinem Leben (´s – Zielen, Träumen, Wünschen, Herausforderungen, Momenten), den Personen darin und mir selbst (noch) offener und ehrlicher zu begegnen.

 

„Dp da da dü“ …

10.4.19 04:41

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