"Intensiv Zeit verbringen"

Zeit: 13 Uhr 50

Ort: Adenauerring, Worms

Die vergangenen Tage waren mit dem Ortsfest und dem Oktoberfest von Glückseligkeit geprägt. Federleichte Tage, die den Alltag mit allen seinen Eskapaden weit in den Hintergrund zurückdrängten.

Ich habe an diesen Tagen weder neue Kontakte geknüpft, Fotoaufträge an Land gezogen, noch alte Freundschaften aufgewärmt oder welche geschlossen. - Dennoch waren es fröhliche Tage.

„Zeit verbringen“ sind gute Stichworte.
Dringend Umzusetzende Gedanken, die mir immer wichtiger werden.
Worte deren Inhalt erst jetzt für mich greifbar werden, deren Wichtigkeit sich mir erst jetzt offenbaren.
Ich glaube – zumindest bisher – viel zu wenig mit den Menschen die mir am Herzen liegen unternommen zu haben.
Mit ihnen intensiv gealbert, gegessen & getrunken, Musik gehört und Filme angeschaut, Meinungen ausgetauscht und gute Gespräche geführt zu haben.

Ich bekenne mich in allen Anklagepunkten uneingeschränkt schuldig!
… und gelobe auch hier zukünftig Besserung.


Am Montagabend waren wir im engsten Familienverbund in einem Ortsansässigen Lokal Essen.
Vater hatte ein Tisch reserviert. Da wir damit rechnen mussten, dass das Lokal an diesem Festmontag überlaufen wäre. Die Sorge um einen freien Tisch erwies sich allerdings als unbegründet.
Wir trudelten in die Gaststätte ein, während zahlende Gäste sich verabschiedeten.
Ansonsten - nimmt man die Wirtin, zwei Bedienungen, aus der Küche hörte man ein sachtes gleichmäßiges brummen – war das Lokal leer.

Die Wirtin kümmerte sich umso verstärkter um uns.
Zündete Kerzen an, sie (die Wirtin) kam mehrmals an den Tisch und erkundigte sich nach unserer Zufriedenheit.
Unaufdringliche Musik im Hintergrund. Gedämpftes Licht. Freundlichstes Personal. Großartiges Essen. Die Mehrheit der Familie aß Schweinemedaillons und ich bildete mit einem überbackenen Schnitzel die Ausnahme. Zum Nachtisch verständigten wir uns auf ein Vanille-Eistörtchen mit Sahne. – Meine Gourmetkritik: „Einfach Köstlich“!


Der Höhepunkt, eine schnatternde Familie, die sich (selbst für ihre Verhältnisse) außergewöhnlich viel, vor, nach und während des Essens zu erzählen hatte und die fast leere Gaststätte, wie auch mich mit
Menschlichkeit, absoluter Harmonie, Lachen, der Bereitschaft aneinander zuzuhören und intensiv Zeit miteinander zu verbringen total erfüllte.

26.9.19 02:45

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