„ Über die Mutter Theresa aller Übungsleiterinnen und eine Motoparty voller Lebensfreude!“

Ich war in meiner Eigenschaft als Übungsleiter in der Turnhalle unterwegs. Meine Trainingseinheit war beendet. Ich hatte die Halle bereits für die nächste Gruppe geräumt.

Da prallen zwei Kinder, die aus der Kabine kommen bzw. in diese gehen wollen mit den Köpfen auf den Flur aneinander.
Das Kind aus meiner Abteilung fällt auf den Hinterkopf, das andere Mädchen geht vorwärts zu Boden.
Das Mädchen aus der anderen Gruppe steht sofort wieder auf, meine kleine rappelt sich jedoch auch schon wieder tapfer auf. Wären sie liegengeblieben hätte ich erstmal schauen können nach Anzeichen einer Gehirnerschütterung.

Meine kleine Sportlerin wird von meiner Co-Trainerin versorgt.
Eine unübersehbare dicke Beule träg das Mädchen von der anderen Gruppe davon.
Die kleine weint, ich versuche sie zu trösten mit den Worten: „Das geht gleich wieder, beruhige dich erstmal, setze dich mal hin, trinke etwas, wir rufen die Mama sofort an“.
Da schnauft mich die andere Übungsleiterin vor dem weinenden Mädchen an: „DAS GEHT NICHT GLEICH WIEDER“!
Am liebsten hätte ich laut zurückgebrüllt, was für eine dumme Kuh sie ist, so zu brüllen vor dem verletzten Mädel. Wo ich doch nur trösten mochte.
Was ihr überhaupt einfällt mich anzuschnauzen?
Ich konnte mich jedoch bremsen.

Ich lief stattdessen kühle Tücher holen. Weil Mal wieder keine Kühl-Akkus im Erste Hilfe-Koffer aufzufinden waren.
Die andere Übungsleiterin reißt mir förmlich die nassen Tücher aus der Hand. Tupft ihrem Mädel die Stirn inclusive Beule theatralisch ab.
Wenigstens sprach sie dann liebevoll auf das Mädchen ein.
Mich hingegen ignorierte sie komplett. Was mir durchaus recht war. Sonst hätte ich vielleicht doch noch "dieser Mutter Theresa aller Übungsleiterinnen": „Sehr liebe Worte mit auf den Weg gegeben“!?

 

Sie trugen Lederhosen und Dirndls.
Ich nicht, da ich nicht wusste, dass es sich um einen Themenabend: Oktoberfest handelte. Das hatte mir die Auftraggeberin die mich für ihren Ehemann zum 40. Geburtstag buchte, um die Party in Bild festzuhalten, verschwiegen.
 
Ansonsten war das eine berauschende Party.
Gut aufgelegte Menschen die feierten und alle Alltagssorgen offensichtlich für einige heitere Stunden über Bord warfen. Man tanzte und scherzte wild durcheinander und zwischendurch schlug man Nägel (mit möglichst wenigen Hammerschlägen) in einen Balken.
Der angemietete Partykeller für das Geburtstagsfest war aufwendig in blau und weiß gehüllt. Wimpel hingen an den Decken, Tischdecken ebenso – blauweiß - verliehen dem Raum zusätzlich Atmosphäre und Würde.

Es gab zwei Buffets. Das eine bestand aus verschiedenen Sorten, Fleischkäse, Frikadellen und Weißwürsten. Dazu Brot und Salate in den unterschiedlichsten varianten. Von Kartoffel- bis Tomatensalat.
Das Nachspeisebuffet bestand aus Pfirsichen in Wackelpudding mit Zitronencreme garniert. Außerdem konnte man sich Naschtüten, wie ich es aus meiner Kindheit kannte, zusammenstellen. Mit Gummi- Bären, Fröschen und Co. Toffifee, verschiedenen Schokoladenriegeln. Die Schokoriegel standen ausgepackt in Gefäßen und erhielten dadurch eine edlere Ausstrahlung.

Wer das nicht mochte konnte immer noch zu Erdnüssen und Chips greifen. Außerdem standen auch Käseplatten, Trauben und jede Menge Brezeln zur Verfügung

Einfach eine wunderbare Feier.
Mit Menschen die totale Lust auf eine lustige Motoparty mit Tanz, guten Gesprächen und leckeren Essen hatten.

Ein Ausdruck von Zuneigung und purer Lebensfreude.

30.10.19 00:04

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