"Hüpfende Gedanken"

Ich lag bis vor ungefähr zwei Minuten im Bett und schniefte unter anderen Nasen-Ausdunstungen meiner Erkältung in mehrere Taschentücher.
Dabei sah ich, die 4. Staffel - das Weinachtspezial von „Downton Abbey“ - zu Ende.
Wenn ich nicht mittlerweile mehr Sabber absondern würde, wie jeder Hundewelpe, wäre das auch gänzlich ein urgemütliches Unterfangen gewesen.

Hach ja, wieder Mal habe ich mich in dieser Serienwelt verloren.
Mein Gehirn schaltete komplett ab, ratterte nicht, ich sah den aufwendigen Bildern zu und lauschte andächtig den Intrigen, Liebschaften und Leben um die 1920er Jahre.

Wieso ich eigentlich ungeplant aus dem warmen Bett gehüpft bin?
Um diesen Gedanken festzuhalten;
Wenn man weiß – diese Frage, warf die gemochte Serie auf -  jemand hat was grausames getan, wurde von einem fürsorglichen Menschen zur Rechenschaft gezogen, so das der Bösewicht einen Schaden davon trug, darf man das so einfach unter den Teppich kehren? - … ist dann der vermeidliche Gutmensch überhaupt noch in dieser Rolle (… als Heldenhafter Rächer) zu akzeptieren? Ist der, der den Schaden nun hat nicht trotzdem ein vollwertiger Mensch aus Fleisch & Blut und mit einem Herz das schlägt ausgestattet?


Ich verkrümele mich wieder in mein Bett.
Gut, dass ich zumindest heute den Alltagsstress los bin. Vorsichtshalber schon gestern für mein Nichterscheinen heute vorgesorgt habe.
Ich nehme mir vor, den Onlinekonsum bis ich mich auskuriert habe, etwas einzuschränken, denn mit mir ist in der momentanen Verfassung nicht allzu viel anzufangen.


Der seichte Schutz der Anonymität im weltweiten Web ist unbezahlbar. 

Wenn mich Leute, die sich vielleicht regemäßig mein Geschreibsel antun, real kennen würden? – Würde ich diesen Blog überhaupt weiterbetreiben?
Mich auch nur Ansatzweise trauen, solche Fragen (mir öffentlich) - ohne 100x Rechtschreib- und Grammatikkorrektur wie Millionenfach Gedanken- und Gefühlsspur zu überprüfen – zu stellen?

Ich glaube nicht!

5.11.19 04:09

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