„Gewalt und Strahlkraft zur Weihnachtszeit“

Zeit: 15 Uhr 7

Ort: Busbahnhof, Worms

Die Wormser Innenstadt ist proppenvoll. Weswegen ich mich auf eine der Wartebänke zurückgezogen habe. – Hier am Busbahnhof geht’s beschaulich zu, und doch ist ein bisschen Leben um mich herum.
So wie ich es mag.
Die Sonne scheint, ich bin hellwach, das mit der Frühstücksreservierung für den 2. Weihnachtstag in „Times“ hat erfreulicherweise auch geklappt.

 

Gewalt und Weihnachten kann ich immer noch nicht in Einklang miteinander bringen.
Das geht schon beim Fernsehprogramm los.
Muss man unbedingt an Weihnachten den blutigsten Horror-Slasher versenden? Oder Filme wie die Stirb Langsam Reihe? – Ich bin ein großer Filmfreund und ich mag die „John Mclane“ Filme sehr.
Aber an Weihnachten ist mir jede leichte, seichte Familienkomödie oder eine trällernde Helene Fische 10 000 Mal lieber.
Ich weiß, jetzt kommen die guten Ratschläge: „Dann lass die Kiste doch aus“!
- Neee! Will ich aber nicht! – Gerade das sind die Tage an denen ich Zeit habe. Ausgiebig Zeit für die Familie und auch auf der Couch zu lümmeln um mich berieseln zu lassen.
Ja, wir haben in Deutschland so viele TV-Kanäle, dass jeder - wenn er nur bereit ist intensiv zu suchen – etwas findet, dass ihm zusagt.
Gefühlsmäßig störts mich trotzdem.

Auch treffen mich zur Weihnachtszeit unliebsame Nachrichten doppelthart.
Wie ein Menschenleben wäre außerhalb des Christfests auch nur einen Cent weniger wert. … dennoch ist es so!

Ich idealisiere die Weihnachtszeit.
Ich liebe Weihnachten!
Zu dieser besonderen Zeit des Jahres, bin ich nur zu gerne kitschig. Ich will mich einfach pudelwohl fühlen. Am Besten die gesamte Welt gleich mit.

Ich erfreue mich schneller an den allerkleinsten Dingen. Ich bin definitiv aufmerksamer und hilfsbereiter gegenüber meinem Mitmenschen. Ich verzeihe alle Dummheiten ungefähr eine Milliarde Mal schneller.
Ich fühle mich Jedes Mal Reifer und Verantwortungsbewusster.

Die Strahlkraft der Weihnachtszeit (ist für mich) unübertroffen.

30.11.19 21:20

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