"Herzinfarkt und Weihnachtsmarkt"

Vor vielen Jahren zu Grundschulzeiten hatte ich einen guten Freund. Mit dem ich durch die Kindergartenzeit bis zur 4. Klasse eng befreundet war. Seine Eltern waren immer ausgesprochen nett.
Ich erinnere mich daran, dass unsere Familien zusammen den „Holiday-Park“ besuchten. Der Kumpel und ich auch so viel Zeit in unseren Kinderzimmern miteinander verbrachten.
Leider überstand unsere Freundschaft den Wechsel in unterschiedliche weiterführende Schulen nicht.
Der Kamerad von damals und ich konnten nie mehr an diese Freundschaftsjahre anknüpfen.
Immer mal wieder begegneten wir uns - in den vergangenen Jahren - auf den unterschiedlichsten Veranstaltungen. Großer Kontakt, abgesehen von einigen typischen Floskeln, kam leider nicht mehr zwischen uns zustande.

Ich erfuhr nun, dass die Familie des ehemaligen Freundes unverhofft vom Schicksal heimgesucht wurde.
Der Vater verstarb, ohne jegliche vorherigen Anzeichen, nachts an einem Herzinfarkt. Am nächsten Morgen entdeckte die Mutter – des einstmaligen Grundschulgefährten – ihren Ehemann leblos im Bett.

Ich fühle intensiv mit der Familie.
Gerade weil es eine Verbundenheit gab. Er ein besonders netter Mensch war.

Der Verlust eines geliebten Menschen ist immer schlimm. Aber so einen geliebten Menschen zu verlieren, wie schlimm muss das für eine Familie sein? – Unvorstellbar!
Bei langer Leidenszeit oder Krankheit - die man selbstverständlich niemanden wünscht - kann man sich auf den bevorstehenden Abschied (irgendwie) einstellen. Aber so gebeutelt zu werden, das ist echt nur eines unglaublich grausam.

Kann es hierfür ein Trost geben? – Nein, sicher nicht!
Mit etwas Glück hat man jedoch eine liebevolle Familie und muss diese schwerste Trauerphase nicht alleine durchstehen? -Wollen wir es hoffen!?!

 

Gut, dass das Leben (im Normalfall) nicht nur Schattenseiten zu bieten hat, sondern das Leben doch zumeist aus weitaus angenehmeren Momenten besteht.

Der 1. Weihnachtsmarkt um die ehrwürdige Kirche war eine gelungene Attraktion für unser Heimatdorf.
Die alte Gastgeberstätte, der Schulhof, war in den letzten Jahren – warum auch immer? – nur noch Besuchergift.
Die kleinen mit Lichterketten liebevoll verzierten Verkaufsständen, die um die Kirche aufgebaut wurden, bestückt mit allerlei weihnachtlichem Krimskrams, dazu die aufkommende Dunkelheit, sorgten für eine sensationelle Atmosphäre.
Dazu spielte gleichzeitig ein Blasorchester – in großer Besetzung - ein wunderschönes Adventskonzert.
Um es allerdings perfekt zu nennen, hätte es von den Temperaturen noch etwas kälter sein müssen. Dennoch amüsierten sich die Besucherscharren bei Glühwein, Buden, Bratwurst und kleineren Gewinnspielen großartig.  
Ich sah rundum nur fröhliche Gesichter.
Ich lief den Weihnachtsmarkt auf und ab. Versuchte, dass ein oder andere gelungene Motiv mit meiner Kamera einzufangen.

Dabei hatte ich allerbeste Laune.
War so richtig in Frieden, Freude, Eierkuchenstimmung.
Was wahrscheinlich auch an den vielen „Hallos“ lag, die mir wohlwollend, wie wohltuend, entgegenschlugen.

Mal sehen, ob es im nächsten Jahr eine Wiederholung dieses heimischen Erfolgs-Events gibt? – Das wäre absolut wünschenswert!

9.12.19 04:11

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