„Jäger des verlorenen Geldbeutels“

Zeit: 12 Uhr 2

Ort: Adenauerring, Worms

Meine kleine Pechsträhne hält an!
Gutgelaunt und ausgeschlafen stieg ich in den Bus. Las wie stets, gemütlich in einem Buch. Dementsprechend munter verließ ich den Bus.
Ich fühlte mich leicht. Etwas zu leicht!

Ich hatte unmittelbar bemerkt, dass mein Geldbeutel fehlte. Vom Bus sah ich nur noch die Rücklichter.

Ich eilte in den Bahnhof zur Reiseinformation.
Dort wurde mir mitgeteilt, freundlich aber bestimmt, dass man sich hier nicht für meinen Verlust zuständig fühle. Ich solle mein Glück beim Bus-Kundenservice versuche.
Leider sind dort die Öffnungszeiten: 7 Uhr 30 – 12 Uhr. Aber telefonisch könne man den Kundenservice erreichen.
Hoffnung keimte in mir auf. Die nächste halbe Stunde wurde ich immer wieder in die Warteschleife verlegt. Es hieß, Alle Mitarbeiter wären derzeit beschäftigt.

Am Busbahnhof fragte ich die Fahrer nach Rat.
Bis auf eine Ausnahme: „Was ist denn, ich habe Pause, ich rede nicht mit dir, wenn ich Pause habe“ – Waren alle Busfahrer ausgesprochen freundlich und hilfsbereit.
Ich solle mich umgehend in die Klosterstraße zur Fahrdienstleitung aufmachen. Dort bestünde vielleicht die Chance meinen Geldbeutel mit allen Dokumenten sofort zurückzuerhalten.

Leider hatte man bei der Fahrdienstleitung noch nicht mein Verlustobjekt abgegeben.
Man teilte mir mit, das hätte jedoch nichts zu bedeuten. Schließlich könne der Fahrer noch unterwegs sein.

Zurück am Wormser Busbahnhof rannte ich wie von der Tarantel gestochen – unter Messerscharfen wie neugierigen Blicken – von Bus zu Bus. Fragte nach dem Geldbeutel
Einer der Busfahrer meinte, nach 18 Uhr 30 wäre die Chance den Geldbeutel bei der Fahrdienstleitung zurückzubekommen weitaus größer.

Zurück also in die Klosterstraße.
Dort machte eine nette Dame den Fahrer zügig ausfindig. Ebenso den Busfahrer an den das Transportfahrzeug übergeben worden ist.
Besagter Fahrer wurde Kontaktiert - Erfolglos. Der Fahrer mit dem ich nach Worms gefahren war, befand sich bereits im Feierabend und nahm den Hörer nicht ab.
Ich bedankte mich für den Einsatz. Stiefelte innerlich schimpfend über meine ungewohnte Schlampigkeit abermals zum Busbahnhof zurück.

Mittellos wie ich war, rief ich Vater an und ließ mich abholen.

Natürlich ließ ich Zuhause mein Bankkonto sperren.
Was zu meinem erstaunen außerordentlich unkompliziert möglich war.


Heute:
Im Fundbüro und beim Bus-Kundenservice wurde der verlorengegangene Geldbeutel bisher nicht abgegeben.

Wobei man mir beim Bus-Kundenservice mitteilte, das die Fundgegenstände erst am Montag zu Abholung - von der Fahrdienstleitung - dort abgegeben werden.

Auf die 10 – 15 Euro Bargeld verzichte ich gerne. Wenn ich nur meinen Ausweis, Bankkarte, Kundenkarten dafür zurückbekomme. – Die Lust alles neu zu beantragen hält sich nämlich stark in Grenzen.


Ich bin ungemein enttäuscht, dass mir das passieren konnte.
Werde aber sicherlich daraus meine Lehren und Konsequenzen ziehen.

Nach so viel Pech in den letzten Tagen und Wochen, muss mich ja das Glück nun förmlich anspringen. – Vielleicht die Gelegenheit um doch mal Lotto zu spielen?
😊


31.1.20 02:15

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