„Gute Händchen“

Das Licht vom Computerbildschirm, lässt meine Handlinien mystisch wirken.
Überhaupt nur durch Kommissar Zufall - einen abgestützten Ellenbogen auf dem Schreibtischsessel, der die hervorstehende linke Hand bei einem flüchtigen Seitenblick in meinen Fokus rückte - wurde ich auf die ausgeprägten Handlinien aufmerksam.
Ich finde diese Linien sind – nach eingehender Betrachtung – kleine, äußerst interessant, rätselhaft anzusehende Kunstwerke.

Laut dem Internet spricht man wohl beim Handlinie deuten von der: „Physiognomie der Hände“ (Chirognomie).
Man liest sozusagen aus der Hand. Das bedeutet, man zieht Rückschlüsse auf die Gesundheit, Schicksal oder sogar den Charakter einer Person.
Laut Recherche liest man bei Rechtshänder aus der rechten und im Umkehrschluss natürlich bei den Linkshändern aus der linken Hand.

Wann habe ich zuletzt, das innere meiner Hände, so ausführlich und intensiv betrachtet? – Ich weiß es nicht?! – Vielleicht noch nie?
Sicher nicht in den letzten 20 Jahren.

Ich möchte auf keinen Fall nun nachschauen was die Linien in meinen Händen bedeuten. Vielleicht sogar ein wenig gleichenteil aus Respekt und Furcht wie das offizielle Ergebnis lauten könnte?
Ich überlege mir viel lieber meine eigenen Interpretationen. Spielraum für Auslegungen sind ja mehr als genug vorhanden. Es macht auch deutlich mehr Spaß.

Ich erfreue mich daran, dass ich sowohl rechts, wie auch links ein Blatt in meinen Händen erkenne. Dessen Blätterstengeln Richtung Unterarm auslaufen.
Meine Nachforschungen ergaben, dass das Blatt sowohl für Verfall wie Trauer stehen kann. Jedoch auch für Wohlstand und Glück.
Blätter an einem Zweig können laut Recherche Zusammenarbeit von Einzelnen symbolisieren.

Halte ich meine Hände dich nebeneinander sieht das tatsächlich mit etwas Vorstellungskraft wie Blätter an einem Zweig aus.
Vielleicht ein Hinweis auf meine stetige Neugier und wiederkehrender Lust mit Anderen Zusammen etwas auf die Beine zu stellen?


Ich finde es kurios, dass mir das innere meiner Hände vermeidlich nie zuvor bewusst aufgefallen ist. – Vielleicht ist das eine Mahnung zur rechten Zeit, nicht nur wieder bei mir ganz genau hinzuschauen, sondern vielleicht auch mal wieder bei meinen Lieben (und nicht nur bei denen) nachzufragen: „Wie fühlt ihr euch eigentlich? Was treibt euch an?“

18.3.20 04:47

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