"Freundschaften über das Smartphone"

*Ich sprühe mir Sahne direkt aus Dose in den Mund. Dreh mich unruhig im Schreibtischsessel. Währenddessen höre ich einen Bücher-Podcast. *

Ich grübele sehr vor mich hin. Ob ich nicht das Mobilphone wieder loswerden sollte? Auch wenn ich mittlerweile durchaus Gefallen an der Vielzahl von Kontaktmöglichkeiten gefunden habe. – Wer hätte das gedacht?

Aber ich mache mir viel zu viele Gedanken!
Wieso schreibt man mit einem Menschen hin und her, pflegt den Austausch von Gedanken, schickt sich Sprachnachrichten und plötzlich legt man das Mobilphone voneinander weg?
Ich habe ein Schuldbewusstsein, das ich definitiv nicht haben sollte!
Ich habe nicht mehr agiert oder reagiert wie mein Gegenüber.
Trotzdem fühle ich mich, wie ich hätte etwas äußerst falsch gemacht! – Das fühlt sich gar nicht gut an!!

Mein Gegenüber bestätigte mir auf Nachfrage, dass ich nichts Falschgemacht hätte. Diese Probleme, hatte ich mit einem normalen Mobilphone nie.
Da gab es diese Schuldgefühle nicht. Ich traf, diese lieben Freunde im Chat oder per Mail. Wir waren uns trotzdem einigermaßen nahe.

Die letzten Wochen habe ich mich offenbar vom Smartphone einwickeln lassen. Ich glaubte, dass der Austausch reibungslos funktionierte, Freundschaften voranbringt und beiträgt sie sehr zu festigen.
Wir haben uns – Gegenseitig - zu unmöglichen Zeiten kontaktiert! – Ein Fehler?!?! Dabei machte mir zumindest der Dialog ungeheuerlichen Spaß, dieser ungeschliffene Gedankenaustausch von A bis Z.

Vielleicht muss man doch Regeln festlegen?  
Ich hätte wissen (es riechen) müssen, der Umgang mit dem Smartphone verlief viel zu glatt. Das musste Zwangsläufig irgendwann schiefgehen?      
Mein Gegenüber schaute wohl auch zu oft am Tage auf das Mobilphone, so das diesem auffiel, das man das Gerät viel zu oft in der Hand hat?!

Smartphone Fluch oder Segen (für mich)?
Ich muss mich fragen, ob ich ein wenig meine Empathie für Menschen verloren habe? – Zu Zeit Dinge, Freundschaften und ihre gefühlte Wertigkeit Maßlos überschätze???

*Dit is wonderlik om vrylik te leef, lief te hê, te voel en te dink! *

27.3.20 03:48

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bisher 1 Kommentar(e)     TrackBack-URL


Maccabros (27.3.20 07:45)
da sollte keine Schuld sein, eher die Erkenntnis, dass es manchmal anderes kommt, als man denkt oder fühlt, oder statt Text villeicht doch einmal redet, sofern es möglich ist..

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