„Von Abstinenz und Phantasie-Klassentreffen“

Das mit der Abstinenz vom Bildschirm hat erstaunlicherweise gut geklappt. Zumindest bis in den späten Nachmittag hinein. Putzen, lesen, Musik hören. - Es gibt also durchaus andere Möglichkeiten sich die Zeit zu vertreiben.  

Vor einigen Wochen hatte mich - während ich ausnahmsweise mit Kopfhörer durch die Stadt lief - von den Passengers, der Song, „Let her go“ berührt.
Ein Lied, das mir durchaus bekannt war, das jedoch - bis zu diesem Tage - von mir mit Missachtung gestraft wurde.
In der Nacht stieß ich per Zufall auf eine deutsche Version des erwähnten Songs. Die mir ebenso mit Musik & Text durch Gehörgang, Mark und Bein ging.

Sowieso verspüre ich zunehmend Lust auf Musik und mich - solange mir keiner dabei zuschaut - dazu heftiger zu bewegen.


Eineinhalb Jahren hat es gedauert bis ich mich traute eine Freundin - in einer seit Wochen versprochenen Mail - über meinen Klarnamen aufzuklären.  
Das hat sie sich wahrlich sauer verdient. Hat sie doch die letzten 18 Monate keine Zweifel aufkommen lassen, dass wir Freunde sind. Außerdem hat sie mich mit ihren Gedanken und Blick auf die Welt durchaus bereichert.  

Erst im Chat – wo wir uns kennenlernten, unsere Freundschaften festigten – dann über Mails und schließlich über mehrmalige Tägliche Smartphone-Botschaften.

Dem privaten telefonieren gehe ich aus dem Weg. Ich halte mich speziell am Telefon weiterhin für den absolut GAU als Gesprächspartner.

 

Ich sah am Abend „Lets Dance“.
Wahrscheinlich gibt’s jetzt einige die mit den Augen rollen. Ich kann es durchaus verstehen. – Dennoch mag ich die Show.
Gerade während Corona beruhigt und entspannt mich die Fernsehsendung.
Vielleicht weil der Ablauf stets der gleiche und damit vertraut ist?
Im Gegensatz zu Corona. Wo niemand wirklich voraussagen kann, was da genau noch auf uns zukommen wird; oder eben nicht?

 

Irgendwo schnappte ich im Verlauf des Tages die Frage auf, die nicht an mich gerichtet war: „Würdest du ein Klassentreffen besuchen“?

Gefühlt – davon bin ich selbst überrascht - wäre heute meine Antwort: „Ja“!

Ich bin jedoch verwundert, dass es nicht die Menschen sind, die mir früher nahe waren, auf die ich bereitwillig treffen würde.
Sondern, es wäre eher mein Wunsch den Menschen zu begegnen, die mir früher genauso egal waren wie ich ihnen.

Ausnahme ist die entzückende M.K.!

Es gab tatsächlich Menschen mit denen war ich von 1995-1997 in einer Klassengemeinschaft und habe mit ihnen keine hundert Worte gewechselt. - Warum nur?

4.4.20 08:20

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bisher 1 Kommentar(e)     TrackBack-URL


"Rex-Mama" / Website (4.4.20 09:32)
Also bei uns lag es eindeutig an der reformierten Oberstufe - ich begegnete auf Klassentreffen Mädels, mit denen ich früher nicht ein Wort gewechselt hatte, weil wir uns in den gewählten Kursen nie übern Weg liefen.
Das mit den Klarnamen ging in "meinem" kleinen Lieblingschatroom wesentlich schneller. Bereits nach einigen Monaten besuchte ich eine Userin für einige Tage. Unter anderem schlugen wir uns eine komplette Nacht bei einem Hardrockkonzert mitten im Wald um die Ohren und so was verbindet - es entstand eine wirklich enge und dauerhafte Freundschaft.
"Let's Dance" habe ich übrigens auch geschaut und erfreute mich daran, dass Ilka die Zuschauer trotz eher ... hm, gedämpftem Tanzen auf ihrer Seite hat.

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