"Beschwingend logisch"

Ich stelle fest, dass ich unglaublich viel Wissen liegen lasse und aus meinem Gehirn bereits (wie auch immer) verdrängt wurde.
Besonders vom Schulwissen ist vieles bereits in meinem Gehirn Geschichte!
Ich hatte alte Schulhefte durchgeblättert und fragte mich, währenddessen, dass ganz Zeug wusste ich einmal? – Ich fragte mich: „Für was musste ich den denn das alles lernen?“
Neben Sinnvollen gab es da etliches, das brauchte ich bis heute nie wieder?

Dabei hat mir mein Großvater schon stets Mantra artig eingetrichtert: „Wissen ist Macht“! – Was unbestreitbar ist!

Im Anschluss war ich kurz betrübt, dass ich wirklich einen Haufen des ehemaligen Lernstoffes nicht mehr weiß.
Was nicht heißt, dass ich nicht mehr das 1x1 und einigermaßen Rechtschreibung beherrsche. Wobei ja mein Motto ist, wenn sich einer allzu arg über verständliche Texte aufregt: „Wer Rechtschreibfehler und Grammatikfehler findet darf die auch behalten!“

Mediennews hingegen, die mag mein Köpfchen wohl lieber.
Ich kann besonders, Film- Sportneuigkeiten, gelesen, gehört, gesehen, vieles exakt mit Jahr benennen.
An solch Oberflächlichen Wissen mit dem kein Mensch wirklich etwas anfangen kann, ist mir so gut wie nichts entfallen.

 

Dank Corona bin ich einem Familiengeburtstag entgangen. Entgangen mein ich wörtlich. Der Jubilar wird vom Rest der Familie sehr geschätzt. „Geburtstagskind (über 70)“ und ich haben Achtung voreinander. Können miteinander auch über kleinere Allgemeine Themen reden. Gehen uns ansonsten auf Feiern und Co. recht geschickt seit Jahren aus dem Weg.
An Geburtstagsfeiern bekommen wir uns, sieht man von der Gratulation ab, nicht wirklich zu greifen – so, dass wir füreinander doch ertragbar bleiben.
Das klingt nicht logisch, ist mir klar, ich höre schon die Gedanken von Lesern – wer immer sich auch meinen Blog antut? – rattern.
Warum lässt du nicht alle Besuche bei dieser Person endgültig bleiben? Aber -Gegenfrage? - muss denn immer alles logisch sein?


Ich war erneut bis in den späten Nachmittag draußen.
Wiederholt mit Zeitungen und Buch vor der Nase. Sonne und Wind auf der Haut spüren. Ich war immerhin gedanklich nicht so abgestellt!
Dennoch hat das draußen sitzen mit Lesestoff – sonntags- mich insgesamt weitaus mehr erfüllt.
Wahrscheinlich, weil ich alles aufgesogen hatte. Nicht bereit war irgendetwas in meinem Umfeld lückenlos auszublenden.
Darüber hinaus, geschärfte Sinne auf zahlreiche Vögel, Nachbarskatzen, die alle gleichzeitig unterwegs waren, Blümchen (; Insider), eine Wäschespinne die sich dreht.
Ich habe das beschwingte Gefühl, das die Lust an diesen wirklich freien Lesestunden sobald nicht verkümmern wird!

6.4.20 04:23

Letzte Einträge: „Mobilphone-Krampf-Kampf“, "Alltagsbewältigung", "So wie Romeo und Rumänia", „Glück aus den Achselhöhlen“, „Typisch Horst“

bisher 1 Kommentar(e)     TrackBack-URL


"Rex-Mama" / Website (6.4.20 13:59)
Och, ich sehe da schon eine Logik dahinter, wann hat man sonst denn die Gelegenheit, auch auf den Rest der Familie zu stoßen, wenn nicht bei solchen Feiern?

Die Schule, hm, ich weiß nicht, ob das Erlernen von Dingen, die man nie wieder brauchte, wirklich umsonst war.
Klar sollte die Schule die Grundlagen für alles Weitere vermitteln, aber ist es nicht auch wichtig, dort überhaupt erst das Lernen richtig zu lernen?
Das Aufnehmen und Sortieren von Informationen, ein Teil davon wird in die hinteren Gehirnwindungen verschoben, während wir das, was uns momentan wichtig erscheint, weiter vorne lagern, oder?
Ich finde es übrigens sehr erstaunlich, wie viel von dem nach hinten Geschobenen bei Bedarf dann oft doch zumindest ansatzweise wieder abrufbar ist.

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