„Mission: Imvirenble“

Zwei kleine Missionen galt es zu Wochenbeginn zu erfüllen:

1. Nicht einschlafen während des Alltages (siehe vorherigen Blogeintrag).
2. Für die Familie Atemschutzmasken besorgen.

Am Samstag - während ich zum Bus hastete - hatte ich in Bahnhofsnähe – von der gegenüberliegenden Straßenseite - ein Geschäft entdeckt, das in großen roten Lettern damit warb, Atemschutzmasken zu verkaufen.   

Zu Wochenbeginn eilte ich zum besagten Geschäft.
Hörte man doch in den Medien, die Schutzmasken wären auch weiterhin ein ehr Rah gesätes Gut.    Ich Stand vor dem Geschäft - um die Masken zu erstehen – und wurde enttäuscht. So groß auch mit dem Verkauf von Masken geworben wurde, so klein stand auf einem lieblos bekritzelten Zettel an der Eingangstür, dass bis Dienstag, 21. April, der Laden geschlossen bleibt. – Ärgerlich. – Nicht zu ändern.

Ich könnte ja tags darauf wiederkommen? – Aber dazu war ich viel zu ungeduldig.

Mittlerweile war die Neugier erwacht.
Wie ist die Maske wohl eingepackt? Wie fühlt sich so eine Maske nach dem Aufsetzen wohl an? Ist sie zum Binden? Wird sie über die Ohren gehängt? Wie atmet es sich darin? Wie schwer oder wie leicht fällt mir das Atmen und laufen mit Maske?

Die freundliche Wormser Apothekerin beriet mich bestens, empfahl mir die Maske mit Doppeltem Schutz. Gerechnet hatte ich pro Maske mit einem Preis von 2 bis 3 Euro. Niemals aber mit 6 Euro 50 Pro Maske.

Kaum hatte ich die tragbare Schutzmaßnahme in Empfang genommen, machte ich mich ans auspacken und aufsetzen.
Mir wurde sofort unangenehm warm. Ein Unwohlsein in mir. Weil ich nun Mal Mr. Überempfindlich bin. Nach wenigen Schritten fing ich an zu würgen, drei weitere langsame Tapser und ich riss mir die Maske vom Gesicht.
Zweiter Versuch. Selbes Resultat. Innerlich fragte ich mich; ob ich wirklich so verdammt bescheuert bin?  

Ich nahm mir Zeit andere Maskenträger zu studieren, sah den Unterschied. ;Die atmeten einfach sehr viel Gleichmäßiger.
Maske zurück aufs Gesicht.
Die Wärme kam zurück. Ich blieb diesmal (für meine Verhältnisse) jedoch cool. Atmete ruhig(er) … und siehe da – nachdem ich 2-weitere Male die Schutzmaßnahme vom Gesicht genommen hatte – blieb sie vor Mund und Nase.
Mit der Maske sehe ich ein wenig wie Kermit der Frosch aus.

In der Wormser Fußgängerzone herrschte, wie nicht anders zu erwarten, Betrieb. Die Leute lechzten nach Sonne und dem Gefühl von Normalität.
Es scheint mir, zig Menschen hätten bereits alle Corona-Vorsichtsregeln über Bord geworfen?
Dicht auf Dicht, Aneinander gedrängt, nebeneinander, durch die Fußgängerzone. Von 1,5m – 2m Abstand war da nichts aber auch gar nichts zu sehen.
Vor dem Bahnhof stehen (gefühlt) die trinkfestere Zeitgenossen - mit Bierchen und Weinfläschchen in der Hand - Nase an Nase an Nase beisammen.

Die Geschäftsleute hielten sich präzise an die Regeln. Ließen nur eine Bestimmte Anzahl an Kunden in die Warenhäuser. – Vorbildlich, toll!


Der Trend 2020 könnten Sommerklamotten in Kombination mit Schutzmaske werden? – Vom aufstrebenden Mode-Label: „Corona-Summer!“
Jedenfalls sah es, unter den Maskenträgern - die höchstens 10% der Innenstadtbesucher ausmachten - stark danach aus.


Mission für heute, Alltag überstehen und früh ins Bett gehen!

Guten Morgen, ihr Alle!


*Song des Tages: „Grace Kelly ist tot“ – Die Ärzte*

21.4.20 05:19

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bisher 2 Kommentar(e)     TrackBack-URL


"Rex-Mama" / Website (21.4.20 05:43)
Weia, da bekäme ich ein echtes Problem, sollte das wirklich zur Pflicht werden.
Ab Hals und aufwärts bin ich recht empfindlich, kann z.B. keinen Rollkragen ertragen und erst recht keinen Schritt gehen mit einer Brille auf der Nase. Schätze, mit so nem Anonymisierungsdingens im Gesicht ginge dann gar nichts mehr.
Dass es in der Fußgängerzone bereits wieder so zuging, ist ja unfassbar. Trugen die Drängler denn alle Masken?


lifeminder (22.4.20 01:09)
Liebe "Rex-Mama"!

Mir geht's ähnlich, ich bin ebenso empfindlich. Nein, die Dränger war zu 99$ Menschen ohne Maske.- Es fühlt sich an - nimmt man das Geschäftsleben aus - als Corona hätte es nie gegeben.

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