„Rasenmäher-Grübel-Phantasien-Mix“

Im Heylspark wurde ich von einem Mann auf seinem fahrenden Mäher unsanft aus meinen Grübel-Phantasie-Welten gerissen.

Ich philosophierte bis zur geräuschvollen Störung - mit schon wieder Lindenberg auf den Ohren - vor mich hin.
Dabei festgestellt, dass dies mit einer gekühlten Cola-Light ausgesprochen gut funktioniert.
Gefühlt sind sowieso alle Lebensmittelpreise gestiegen.
Nur die Cola, die konnte den Corona-Aufschlag erfolgreich abwehren. Ist unverändert für den gewohnt ungesunden Preis zu erstehen.

Vor einigen Wochen diskutierten Trainerteam plus ich mit wenigen Verantwortlichen meiner Sportteams; allerdings unter den aufmerksamen Augen und Ohren aller.
Mit ungewohnt hartem Zungenschlag tauschten wir Meinungen aus.
Der Auslöser des ganzen war, dass manche Verantwortlichen der Meinung sind, man könnte mit einem Satz die sportliche Himmelsleiter erklimmen und dabei, die ein oder andere der-Weg-ist-das Ziel-Sprosse einfach überspringen.

 

Umso erstaunter war ich, wie ein Auto in unmittelbarer Nähe zu mir hielt. Die getönten Fensterscheiben wurden heruntergelassen. Eine dieser erwähnten Sportfamilie kamen zum Vorschein. Man wünschte mir Gesundheit, hoffe, dass die Übungsstunden bald wieder losgingen und habe es bedauert, dass man in den vergangenen Wochen weder Vater noch mir, noch den anderen aus dem Trainerteam begegnet wären. *erstaunt und erfreut gleichzeitig guck“


Zurück in den Park und zu anderen:

Der Rasenmähermann freute sich offenbar, dass er einen Zuschauer gewonnen hatte. Demonstrierte mit sichtlichem Elan seine Mähkunststückchen. Es war beachtlich anzusehen, wie er auf engsten Raum seine Parkrunden drehte und dementsprechend die Grünfläche kürzte.


Nimmt Voreingenommenheit zu? – Gegenwärtig mehr denn je?
Ich habe das Gefühl man mustert einen Menschen und wird gemustert. Wird bewertet und bewertet selbst. Das oft nur mit einem einzigen Blick.
Damit weiß man bereits über den Menschen – denn man nur 2 Sekunden gesehen hat und vielleicht sogar auch nie wiedersehen wird – einfach absolut alles.
Eignet sich das unverfrorene Recht an spontan zu beurteilen: „Gut oder Böse“. Den Menschen kennenlernen will man ja auch eigentlich nicht. Man hat ja seinen geliebten Menschenkreis. Inklusive Zufallsbekanntschaften und Menschen die man mag und auf die man auch bei Bedarf ausgiebig schimpfen kann.
Hauptsache bewerten. Immer überall eine Meinung abfeuern.  

Ich habe einen Ohrwurm. Der – zumindest Momentan - nicht bereit ist wieder auszuziehen. Schlimm sollte ich ihn nicht bezeichnen, dazu mag ich das Lied zu gerne:


„Wenn du gehst, kracht der Himmel ein
Und die Sonne, sie hört auf zu scheinen
Und die Nächte werden endlos sein
Wenn du von mir gehst

Mit deinem kleinen Koffer in der Hand
Verschwindest du in der Nebelwand
Und ein anderer nimmt dich an die Hand
Wenn du von mir gehst“


„Wenn du gehst“ – Udo Lindenberg  

15.5.20 06:28

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bisher 1 Kommentar(e)     TrackBack-URL


"Rex-Mama" / Website (15.5.20 11:29)
Klar wird sich jetzt viel gemustert, hat man uns doch beigebracht, dass andere Menschen generell ekelig und todbringend sein könnten. ;-)
Wobei ich allerdings das Gefühl habe, dass ich nun wesentlich weniger auf andere achte als früher, zu sehen gibts ja ohne Gesichter und Mimik eh nicht mehr viel, geschweige denn dass man noch kurze Bemerkungen austauscht oder auch mal ein Schwätzchen hält.

Lindenberg kommt immer gut - in Rockerkreisen wurde er früher rauf und runter gehört und in den Achtzigern war ich mal auf einem seiner Konzerte, da ging wahrlich die Post ab.

Liebe Rock-Grüße von der

"Rex-Mama"

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