„Gedankenlos normal“

Ich habe früher - wie ich Tagebuch führte, noch lange, lange und noch viel länger nicht an einen Blog zu denken war – gerne Einträge mit: „Just a normal day in my life“ beendet“.
Daran musste ich - gerade jetzt speziell - hier am Blog sitzend, denken.
Denn etwas anderes war dieser Feiertag nicht.
Einfach nur so wunderbar - ohne irgendwelche Gedanken machend - Normal!!!

 

Zum Frühstück – nachdem man Papa gratuliert und Geschenke ausgehändigt hatte – gab es leckere Erdbeertorte.
Danach ab auf den Elterlichen Rasen, wo ich - ebenso erzählend, wie lesend, Vögel beobachtend und später Grillspeisen vertilgend – die meiste Zeit des Feiertagdonnerstags - im engsten Familienkreis - verbrachte.  


Zwischendurch fand ich sogar Zeit mir einen schönen „Weimarer Tatort“ anzuschauen. Diese verdrehten, zynischen, liebgewonnenen und stets Zitat – und Wortspiele abfeuernden Charaktere, die echt sein müssen, denn sowas kurzweiliges kann man sich nicht ausdenken.
Glaubt man den vielen Kritikern, die bereits seit Jahren jedes TV-Genre begruben, ohne, auch nur Ansatzweise, nach den vielen Nadeln im Heuhaufen gesucht zu haben.
😊  

 

Meine Familie liebt es, im freien Speisen einzunehmen.
Ich bin alles andere als ein Freund hiervon.
Dennoch löste es in mir ein wonniges Gefühl aus. Wir waren nämlich hörbar nicht die einzige Familie - in der Nachbarschaft - die diesen Einfall hatte.
Von allen Seiten konnte man Wortschwalle, Kichern und Besteckklirren zeitgleich vernehmen. Das hatte schon was urig Heimeliges.

 

Meine Mama hatte in den vergangenen Tagen hundertfach verhedderte Marionetten geduldig auseinander geknotet.
Sie entwirrte die Knoten lediglich mit einem langen Stäbchen, das man eigentlich dazu verwendet um Kuchenteig zu testen.

Die Großelternpuppen hatte sie zufällig in einem Ablageschränkchen gefunden. Vor über 25 Jahren hatte sie diese, weil sie ihr besonders gut gefielen, in einem Kaffeefachgeschäft mit großer Produktpalette erstanden. Demnächst - nach Mamas intensivpflegekur – sollen, die nun wieder bespielbaren Marionetten, einen dekorativen Platz in der Küche oder Wohnzimmer finden.

 

Affirmation:

„In diesen Tagen reißt uns schon mal der Geduldsfaden. Aber ich werde heute geduldiger und liebevoller sein, als ich gestern war.“

– Kira Sprague, Milliardärin –

22.5.20 02:46

Letzte Einträge: „Mobilphone-Krampf-Kampf“, "Alltagsbewältigung", "So wie Romeo und Rumänia", „Glück aus den Achselhöhlen“, „Typisch Horst“

bisher 1 Kommentar(e)     TrackBack-URL


"Rex-Mama" / Website (22.5.20 06:05)
Das klingt wirklich nach einem wunderschönen Familientag und die so anschaulich beschriebenen Geräusche der Nachbarn erinnern mich an ein Gedicht, das ich vor vielen Jahren mal schrieb, als wir im Reihenhaus von Freunden zu Gast waren. Muss gleich mal danach schauen ... ;-)
Eine Marionette haben wir im Kustunterricht mal selber gebastelt, angefangen vom aus Wachs herausgeschälten Kopf über das selbst genähte Gewand bis hin zu Gliedmaßen und Fäden.
Den Kopf habe ich noch, den Rest wohl leider irgendwann entsorgt.
Schön, dass deine Mutter liebevoller damit umgeht.

Hab einen feinen Tag!

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