„Einfältig und bieder“

4 Uhr 16:

Ich sitze hier am PC, schreib Blogeintrag und zwischendurch spiele ich dabei monoton „Pinball“ (ein Computerspiel, dessen grobes Ziel es ist, eine Kugel – innerhalb eines Flipperautomaten - im Spiel zu halten und so, möglichst viele Punkte zu erzielen.).


Das Sonnenlicht setzte mir etwas zu. Meine Parkpause fiel auch nur unerwartet kurz aus, da ich „Hummeln im Hintern“ hatte.
Normalerweise wäre Vogelkot auf einer der Parkbänke kein Problem – weil genug Sitzgelegenheiten vorhanden sind – heute war es ein Grund, um umgehend in die Innenstadt umzukehren. In den Geschäften streifte ich ziellos umher, erstand aber nichts. Kurzzeitig überlegte ich meine kargen Trink-Vorräte aufzufüllen, aber der Geiz siegte.

 

Corona Ole, Maske Ade!
Im Bus herrscht für Erdenbürger angeblich noch immer Maskenpflicht. Einige müssen von einem fremden Planeten stammen und definitiv eine Befreiung für die Maskenpflicht haben.
Anders ist es nämlich nicht zu erklären, dass 80% der Fahrgäste gesittet Masken trugen, die anderen 20 Prozent allerdings nicht vom Busfahrer verwarnt wurden und sichtlich entspannt im vollen Bus ihre Aerosole (kleine Tröpfchen, die durch sprechen und husten durch die Gegend fliegen) verteilten.
Wenn man darauf freundlich hinweist, kassiert man fast immer seltsame Blicke, Verständnis für die Situation, dass man keine Lust hat, sich irgendetwas einzufangen, leider fast nie.   

 

Während ich unterwegs war, nahm mein Vater sich meinen kaputten Rollladengurt vor. Vielleicht das Beste was er tun konnte?
Ging die Reparatur des Rollladens doch wahrscheinlich so um ein Vielfaches schneller, wie wenn ich ihn unterstützt hätte, von statten.

Ich sollte dringend anfangen wieder Bilder zu bearbeiten. Der Stapel wird nicht kleiner.
Doch mir fehlt auch weiterhin jeglicher Antrieb dazu. Es ist definitiv die falsche Entscheidung, jeden Abend in der gleichen simplen Weise verstreichen zu lassen.
Tatsächlich möchte ich momentan aber genau das, Podcast hören, chatten, filme schauen. Mich berieseln lassen. Das macht mich froh und reicht derzeit für ein einigermaßen befriedigendes Gefühl aus.
Vom Ehrgeiz und dem Streben den Bilderhaufen zu verkleinern, - der Bereitschaft, wenigstens einen Abend pro Woche für dieses Aufgabe zu opfern – fehlt aktuell jede greifbare Spur.


Der heutige Blogeintrag klingt sicherlich ungewohnt bieder, das ist mir in der Tat beim Korrektur lesen aufgefallen.
Aber hey, es ist jetzt 4 Uhr 51 in der Früh, da darf sich selbst ein Blogeintrag einfältig und bieder anfühlen.

3.6.20 05:21

Letzte Einträge: "Büchertanz um den Eisbecher", „Aktualisierter Wums“, „Böse-Buben-Grübeleien“, „Herrische Bagatellen-Liebe“, „Kommissar Zufall feiert Geburtstag“, „Über Flaschengiraffen & Bücher mit Rattenschwänzen“

bisher 2 Kommentar(e)     TrackBack-URL


"Rex-Mama" / Website (3.6.20 06:04)
Ja, das mit dem dämlichen Verhalten mancher Zeitgenossen fällt mir auch auf.
Vermutlich sind es genau die, die den Lockdown als hervorragende Maßnahme bejubelten, die nun jede Vorsicht fahren lassen und dabei riskieren, dass alles umsonst war. :-(
Ich finde übrigens nicht, dass dein Eintrag besonders bieder klänge, es steht ja nirgendwo geschrieben, dass man Vogelkot toll finden muss.

Woher kommt diese abendliche Antriebslosigkeit? Fordert dich der Tag so sehr, dass du dann einfach zu groggy bist, dich noch auf irgendetwas konzentrieren zu wollen?

Liebe "Antrieb-schick-Grüße" von der

"Rex-Mama"


Sparköchin / Website (3.6.20 21:20)
Haha,
Corona und die Menschen ... während des Lock-downs in Österreich musste mehrmals die Bergrettung ausrücken und verirrte Wanderer wieder einsammeln. Die wollten alle nur mal schnell ein bisserl an die frische Luft.
Na, die hätte ich ordentlich zahlen lassen ...

Du scheinst auch eher die Eule zu sein als die Lerche, oder?

Lieben Gruß
von der Sparköchin

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