„Okayer Sonntag“

Der Sonntag war okay.

Wenn etwas herausragte, dann die allabendlichen „Gute-Nacht-Gedanken“ mit K. Wobei wir heute ungewohnt heiße Eisen anfassten.
Man kann es nicht als eine Diskussion bezeichnen, dafür empfanden wir zu gleich, wie man mit Menschen – aller Altersklassen - umzugehen hat.
Mit einem Wort; MENSCHENWÜRDIG!


Mit den „Schweiger Tatorten“ habe ich nun auch vorläufig abgeschlossen.
Nur, weil ich alle vorhandene angeschaut hatte.
Der neueste Fall rund um „Nick Tschiller“ hebt sich ein wenig von den anderen ab, dennoch steht er den ersten fünf Fällen – die ja eigentlich eine Geschichte erzählen – in nichts nach. – Freue mich definitiv auf weitere.

Was mich durchaus getroffen hat, dass eine äußerst beliebte Userin überlegt den Chat zu verlassen. Ihre Beweggründe dafür liegen wohl außerhalb der Online-Welt. Dies machte heute öffentlich die Runde.
Ich hoffe, sie macht lediglich eine Pause, hat einfach kurzschlussartig gehandelt. Wie dem auch sei, ich werde mich an sie stets mit einem guten warmen Gefühl „Remember“ – Sorry, ich meinte natürlich Erinnern.



Meine Gedanken wurden beherrscht von I.
Eine Freundin, die fast neun Jahre von 1999 -2008 ein Teil meines Gefühl- wie Gedankenlebens war.
So doof das klingt, mutmaßlich hätte ich in dieser Zeit sämtliche Verwandte gegen sie eingetauscht?

I. & ich lernten uns während eines Lehrganges kennen.
Den wir von September 1999 – Juli 2000 als Teilnehmer besuchten.
Es dauerte - einige Wochen - bis I & Ich einen privaten Draht zueinander entwickelten.

Danach war sie eine wirklich phantastisch loyale Vertraute und nicht mehr aus meinem Leben wegzudenken.

Wir – I und ich - philosophierten über unsere Familien, Leben und streben, Ziele, Filme, Musik Bücher, Gedichte, Kurs und Teilnehmer und alles über das man überhaupt nur sabbeln konnte.
Stundenlang streiften wir plappernd oder stumm durch den Wormser Tierpark, Innenstadt und Feldwegen. Gingen spazieren, hockten gerne auf Bänken und wohl noch viel, viel lieber in Cafés.
Wenn wir nicht gerade in ihrer Wohnung Zusammen saßen oder im angrenzenden Hof.

Wahrscheinlich ist sie auch nicht ganz Unschuldig daran, dass ich 1999 langsam wieder meine Leidenschaft für das Lesen entdeckte. Die Zuvor für knappe zehn Jahre mir – mit ganz wenigen Ausnahmen - abhandengekommen war.

Ich hätte es – damals - für unmöglich gehalten, dass diese Freundschaft eines Tages nicht mehr existent sein könnte!  … und doch ist es so gekommen!

 

Da fällt mir doch noch gerade eines kleinen Lehrgangs – I - Anekdote ein.

In dem Kurs, konnten wir schon Morgens, bis zu einer Stunde früher, die Lehrräume aufsuchen.
Für gewöhnlich, war ich vor I. in den Lehrräumen.
 
Besonders gerne standen wir morgens oder in den Pausen auf dem kleinen Balkon, der von unserem Unterrichtsraum direkt zu erreichen war.

Auf dem Balkon stand eines morgens eine Frau, den Rücken - uns noch im Unterrichtsraum stehenden – zugewandt. Sie trug ein grünes Knopf-Sommerkleid, Riemchensandalen mit leichtem Absatz und ihre dunkelbraunen leuchtend langen Haare waren aufwendig in die Höhe gesteckt.

Sehr hübsch befanden wir, männliche Kursteilnehmer (objektiv).

Mich hatte fast der Schlag getroffen - wie ich feststellte, wenn ich da ausführlich mit großen Stilaugen beäugte.
Nachdem sich die vermeidlich unbekannte lächelnd umgedreht hatte. Natürlich war es I.

Nie zuvor hatte ich I. Geschminkt, mit solch prächtiger Frisur, geschweige denn - zuvor - in einem Kleid gesehen. - Frauen, unbestreitbare Meisterinnen der Verwandlung.

 

Mädel, Liebe I., wo immer du gerade steckst, ich hoffe so sehr, es geht deiner Familie und dir gut!
Ich möchte unsere bemerkenswerte Zeit, vor allem diese stundelangen Gespräche über Gott und die Welt, selbst heute noch, um nichts in der Welt missen! – Dankeschön.
 

8.6.20 06:47

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bisher 1 Kommentar(e)     TrackBack-URL


"Rex-Mama" / Website (8.6.20 07:52)
Ja, diese Erfahrung machte ich auch schon öfter, Freundschaften, Beziehungen kommen, bleiben und gehen mitunter auch wieder.
Manchmal entwickelt man sich einfach auseinander oder es liegt an räumlichen Trennungen.
Wie kam es denn im Falle von I. dazu? Abprupt von heute auf morgen oder war es eher ein schleichender Prozess?

Über die Balkongeschichte musste ich lachen, denn es ist doch wirklich interessant, was wir Frauen mit bissl Aufmotzen so verändern können.

Hab einen schönen Tag und liebe Menschenwürdig-Grüßle von der

"Rex-Mama"

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