„Über schlummern im Bus und Kontaktchancen im Überfluss“

Was mir ewig nicht passiert ist, dass ich im Bus eingeschlafen bin. Sowohl auf der Hinfahrt wie auch auf der Rückfahrt hatte ich Ernsthafte Probleme damit, meine Augen offenzuhalten. Das trotz eines großartigen Buches in meinen Händen. Ich war zwar immer nur einige Sekunden bis maximal drei, vielleicht vier Minuten am Schlummern, dennoch ist es verdammt ärgerlich, wenn man, gleich mehrmals, das Buch aus der Hand auf den Bus Boden laut aufschlagen lässt. – Ich komme mir da bekloppt vor.
Andere Mitfahrer mustern dann - natürlich völlig berechtig - meine Person und übermitteln mir ihre Missgunst. Meist mit einer verächtlich hochgezogen Augenbraue.; Kerle was ist mit dir denn los?

Ich bin durch das schauen auf den PC mehr geschlaucht als wenn ich durch die Gegend renne. – Dieses Gefühl verstärkt sich immer mehr in mir.
Das Schreiben, ob Tagebuch oder Blogg klammere ich hierbei ausdrücklich aus. Denn das Schreiben entspannt mich wirklich. Ich denke intensiv nach, stehe engstens im Dialog mit mir selbst.
Vor allem wenn ich dann noch ein Interview – durch einen Podcast – auf die Ohren eingespielt bekomme, bin ich rundum zufrieden.

Ich habe mich auch dazu entschlossen, nicht Gott und die Welt über ein bekanntes Kommunikationsportal mir auf das Smartphone einzuladen. Es bleibt bei den wenigen Kontakten. – Diese vorhandene Auswahl auf dem Smartphone an Personen liebe ich nämlich alle auf ihre ganz eigene Art und Weise heiß und innig, Sie sind eigentlich mein Lebensmotor, die mich antreiben und in die richtige Richtung wandern lassen.

Klares Nein! - Nicht jeder Verwandter, Bekannter, Foto-Auftrag-Vergeber oder Menschen aus meinem Sportlerleben muss über diese Kontaktchance Verfügen. 
Ich mache mich damit nicht beliebter, mein Seelenheil ist mir das allerdings – wie ich hocherfreut feststelle - wert. 
Zumindest solange - gebe ich diese speziellen Kontaktdaten nicht heraus - bis ich eines Tages damit gelernt habe umzugehen. Sonst würde ich – jetzt - wohl innerlich ausflippen und hadern, wenn da alle paar Sekunde das Smartphone bimmelt.
Ich würde es hassen, jemanden zu Unrecht abzuwürgen. Einer Person aus einer unüberlegten Laune heraus eine unverdient verbal mitzugeben.

Ich habe wirklich die Liebste Bande an Usern um mich, die man sich nur wünschen kann und doch bin ich eigentlich zu doof für den Chat.
Zu blöde den Chatroom zu verlassen. Kein anderer – außer mir - hat damit offenbar Probleme. Die anderen User sagen „bye“ und gehen. Was ja absolut richtig und nachvollziehbar ist.  - Was mach ich? 
Denke; du kannst ihn/Sie jetzt nicht alleine im Raum stehen lassen. Vielleicht passiert ja gleich wieder was;
Normalerweise ist dann sogar meist der Letzte verbliebene Schreibpartner noch vor mir aus dem Chat ausgeloggt.

So verrinnen völlig unnötig kostbaren Minuten und Stunden.
Anstatt die TV-Sendung zu schauen, die ich richtig gerne sehen mochte, warte ich darauf das eine Unterhaltung beginnt, die jedoch – das ist an manchen Abenden glasklar abzusehen - nicht starten wird. Nicht in Gang kommen wird.
Obwohl ich es hasse, wenn in einem Chat Stillstand ist, bleibe ich dort aufmerksam dabei. … ich bin nicht schlau genug, dann einfach in ein Buch oder ähnliches abzutauchen und schon gar nicht, wie bereits erwähnt, das Ganze für den Moment gutseinzulassen.


Ich werde versuchen zukünftig Resonanter zu leben.

 

Gute Nacht! – Wer immer ihr auch seid?

9.7.20 03:41

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bisher 1 Kommentar(e)     TrackBack-URL


"Rex-Mama" / Website (9.7.20 05:03)
Nun musste ich lachen, denn F. könnte ein Liedchen davon singen, wie es sich anfühlt, wenn jemand beim Lesen im Bett einschläft und man derjenige ist, dem dann das Buch uffn Koppe fällt.
So etwas konnte dir im Bus ja zum Glück nicht passieren, von daher kann ich die missgünstigen Blicke der Mitfahrer gar nicht nachvollziehen. Ich hätte vermutlich mit einem "Hoppala" kommentiert und dich verstehend angegrinst.

Meine WhatsApp-Kontakte halten sich übrigens auch sehr in Grenzen und die wenigen Gruppen, in denen ich bin, habe ich auf lautlos gestellt, denn auf das ständige Gepiepe habe ich auch keinen Bock.

Was das Chatten angeht, habe ich es früher in meinem kleinen vertrauten Raum immer parallel zu anderen Dingen wie z.B. TV gemacht, von daher machte es mir nichts aus, wenn dort längere Zeit Schweigen herrschte, zumal ich dann nabenher auch immer noch die guten, alten Windows-Spiele mache, weil mir die einzelnen Dinge für sich allein zu wenig befriedigend sind bzw. zu langsam ablaufen.
Vielleicht findest du ja für dich auch noch den richtigen Mittelweg ...

Liebe Schönen-Donnerstag-wünsche-Grüße von der

"Rex-Mama"

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