„Alles ist Gut“

Die Kommentare zum gestrigen Blog habe mir vieles meiner Kopflastigkeit genommen? Vielen Dank an Euch, ihr fleißigen Kommentierer und natürlich auch an meine liebe Freundin K.  
Ihr habt stark mit euren Meinungen und Erfahrungen dazu beigetragen, dass sich mein Kopf so leicht wie seit Ewigkeiten nicht mehr anfühlt.
Mir zumindest tut es gut, dass es da draußen Menschen gibt, die wohl ganz ähnlich fühlen? … wenn ich das richtig verstanden hatte?


Ich lief über die Wormser, „La Rue de la sud“.
War verwundert. Innerhalb weniger Minuten begegneten mir mehr als ein Dutzend Schalträger*innen. Auch ansonsten nahm ich bei über 20 C° extreme viele Jeans und dicke Pullover wahr. - Wünscht man sich Allgemein den Herbst herbei?
Ich kam mir fast ein weniger underdressed vor in meiner Dreiviertelshorts und T-Shirt. Außer an mir, sah ich relativ wenig von Sommerkleidung.


Je älter ich werde, desto mehr schätze ich die Werke vom deutschen Liedermacher „Reinhard Mey“. Früher als Jugendlicher mochte ich „Mey´s“ Klassiker die ich auf einer „Best off CD“ öfters anhörte. Vor kurzem waren die Songs „Testament“ und „Ich bin“ auf meiner Playliste gelandet.

Ich hörte ein Interview mit "Reinhard Mey", dass meine Begeisterung zusätzlich schürte. Ich hatte nicht in den Medien vernommen, dass sein Sohn Max 2014 verstarb. Der Sohn fiel ins Wachkomma und verlor - einige Jahre später - den Kampf um sein Leben.
Wie "Mey´s" Familie und er mit diesem Lebensschmerz umgehen, hat mir schon schwerstens imponiert.
Ich weiß nicht, ob man von anderen Menschen den Umgang mit Schmerz übernehmen kann, versuchen würde ich es dennoch.
Im Schmerz - neben all dem Leid, das dieser sicher mitbringt - auch zu Lachen und Freude zuzulassen und zusammenzuhalten (einen gemeinsamen Weg zu finden) scheint mir eine gute Form zu sein, um mit Verlustschmerz umzugehen.
Würde es jedoch unglaublich begrüßen, wenn ich wie bisher mit schlimmen Verlusten und Lebensereignissen kaum konfrontiert werden würden.


Ich hatte äußerst leckere - 1 Euro 10 – bunte Erdnüsse geknabbert.
Mit Erdnüssen in der Hand durch Worms zu laufen, einfach leichten Sonnenschein, Menschen und Umgebung zu genießen fühlt sich Bauchkribbelig gut an.

Insgesamt fühle ich mich wieder viel mehr zu Menschen hingezogen.
Deutlich mehr und immer mehr. Ich bin (fast) wieder von meiner Empathie und Anteilnahme dort, wo ich bereits vor einigen Jahren war.
Nämlich, dass ich nicht nur auf Menschen sehr neugierig bin, sondern auch auf mich!
Ich fühle mich sehr gut, sowohl vom Kopf und auch sogar einigermaßen körperlich, somit kann ich behaupten – für diesen Mittwoch, 2. September 2020 – „Alles ist Gut!“



„Guten Abend! – „Wer immer ihr auch seid!?“

2.9.20 20:56

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bisher 2 Kommentar(e)     TrackBack-URL


"Rex-Mama" / Website (3.9.20 06:10)
Doch,es gibt sicher den ein oder anderen, der sich ganz ähnliche Gedanken macht wie du, und ich gehöre ganz sicher dazu.

Gestern hörte ich im TV einen Satz, der mir sehr gut gefiel, auch wenn ich ihm mir leider nicht merken konnte.
Sinngemäß lautete er etwa so: Mut und Lebenskunst bestehen darin, zu ahnen, was kommt, sich ihm trotzdem zu stellen und es zu bewältigen ... statt dass es einen bewältigt.
Das sollte man vielleicht im Hinterstübchen behalten bei all den viele Schicksalsschlägen, die das Leben für uns bereithalten kann, oder?

Beim Lesen deiner Zeilen fiel mir auf, dass ich selbst schon seit Monaten kaum noch darauf achte, wie andere Menschen angezogen sind, weil mich ihre Gesichtslosigkeit so irritiert und ich wohl unbewusst immer versuche, mir den zu den Augen passenden Rest vorzustellen.

Deine wiedererwachte Neugier auf andere und auf dich selbst klingt vielversprechend und auch, dass du dich so gut fühlst.

Liebe Weiter-so-Grüße von der

"Rex-Mama"


Sparköchin / Website (3.9.20 13:09)
So soll es sein, lieber lifeminder: sich gut fühlen, interessiert sein an anderen und sich selbst - was kann es Besseres geben!?

Genieße die Tage und bleib beim Sommer (kalt wirds früh genug)!

Herzlich
die Sparköchin

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