"Viel zu viel"

Wenn man sich nicht vorher abspricht, muss man wohl in Kauf nehmen, dass man manchmal von einer Sache viel zu viel zur Verfügung hat.
In unserem speziellen Fall handelte es sich um jede Menge Kuchen.

Nicht nur Mama hatte selbstverständlich kräftig für die liebe Verwandtschaft aufgetischt. Sondern auch unsere Angehörigen bedachten und überraschten Mama mit selbstgebackenen.
So standen letztendlich acht Kuchen - von Blaubeertorte, über Donuts bis zum Käsekuchen – für sechzehn Personen zur Verfügung.
Wir werden uns wohl mehrere Tage von morgens bis abends mit Kuchen verköstigen könnten.

Zwischendurch war mir der Rummel zu viel.
Meine Ohren hatten deutlich Probleme bei dem Stimmgewirr mitzukommen. Ich merkte auch, dass ich leise - immer wieder - vor mich hinmurmelte: „Ich brauche eine Auszeit“. Dies wurde auch von der Schwester meiner Mutter bemerkt, die, nachdem sich unsere Blicke kreuzten, meinte: „Hier ist ganz schön was los?“

Erwachsene, die durcheinander sprachen, „Kindergeschrei“.
Normalerweise liebe ich es ja, wenn auf einer Familienfeier es bunt und laut zugeht. Sich jeder amüsiert.
Gestern jedoch machte mich das über eine halbe Stunde verrückt. Am liebsten hätte ich eingeworfen: „Haltet doch alle mal den Rand!“  … es dürfte sich von selbst verstehen, dass ich niemanden – dazu im Hause meiner Eltern – den Mund verbot?
Nach der halben Stunde ging es wieder, dennoch verzog ich mich freiwillig in die Küche um Tassen und Teller in die Spülmaschine einzuräumen und um Kuchenplatten mit Wasser und Spülmittel wieder zu reinigen.

Was mich ein wenig besorgt, das hatte ich erst vor einigen Wochen gelesen, dass dies – das nicht mehr einwandfrei herauszufiltern von Stimmen – der erste Schritt zum Hörgerät war. … ich hoffe stark, dass ich davon doch noch Meilenweit entfernt bin? … es lediglich eine Ausnahme, die auf ein leichtes Unwohlsein zurückzuführen ist, war?


Die Verwandtschaft hatte sich kurz nach 18 Uhr bereits verabschiedet.
So kamen Vater und ich doch noch unverhofft dazu, ein wenig den Bayern aus München gegen die Berliner von Hertha BSC beim Fußball zuzusehen. In einer höchst unterhaltsamen Partie setzten sich die Bayern mit 4:3 durch.
Ich liebte dabei die Ruhe und das ich höchstens von dem Sportkommentator aus dem Fernseher und Vaters Stimme gleichzeitig beschallt wurde.


Heute Morgen fühlte ich mich so “la la“ und zeigte dem Alltag den Stinkefinger.
Nun, nach weiteren Stunden der Ruhe und zurückgefunden zu ureigenen Leichtigkeit, freue ich mich auf die anstehenden Trainingsstunden, auf all das was diese Woche sonst bringen mag und natürlich ein oder zwei leckere Stückchen formidablen Kuchens.  😊



„Guten Tag! – Wer immer ihr auch seid?!“

5.10.20 15:06

Letzte Einträge: "Heiter bis unterhaltsam", "Vom Raus & Vom Aus", "Ungemütlich", "Erfolgreich vermurksen", „Erwachsensein?! – Nein!???“

bisher 4 Kommentar(e)     TrackBack-URL


"Rex-Mama" / Website (5.10.20 16:08)
Deine Beschreibung hat mich neugierig gemacht auf mein eigenes Hörvermögen und ich fand dazu diesen kostenlosen Online-Hörtest: https://www.amplifon.com/de/hoertest-online
Wenn ich 10 von 10 Antworten richtig habe, schaffst du das sicher auch.
Ich jedenfalls war sehr zufrieden, als ich auf dieses Ergebnis kam.
Davon abgesehen kann ich dein Bedürfnis nach Rückzug gut nachempfinden, mir zumindest geht es auch so, wenn viele Menschen durcheinanderplappern, mich nichts so wirklich interessiert und ich von daher gar nicht wüsste, auf wen der vielen Redenden ich mich denn mal konzentrieren könnte.

Liebe Guten-Appetit-beim-vielen-Kuchenessen-wünsche-Grüße von der

"Rex-Mama"


Lifeminder (5.10.20 20:17)
Hallo, liebe "Rex-Mama"!

Danke für die netten Worte und die Empfehlungen.


Liebe - Gut hören und sehen, hilft beim verstehen - Grüße
Vom lifeminder


(6.10.20 09:53)
ich wünsche einen tollen tag
findemich


Sparköchin / Website (6.10.20 13:08)
Was den Verwandtenbesuch betrifft, hab ich mich sehr gut einfühlen können. Wäre mir ganz genauso gegangen.
Und, lustig: ich war gestern beim HNO und hab dort einen Hörtest gemacht. Ich verliere langsam die höheren Töne, sagte der Onkel Doktor, das ist, weil unsere Umwelt so laut ist.
Das Mühsamere bei mir ist allerdings, dass das Hirn die fehlenden wahrgenommenen Töne durch eigene, nämlich ein Ohrgeräusch, ersetzt. War lehrreich, aber zwider, dieser Arztbesuch!
Das sportbegeisterte Österreich sitzt heute nachmittags beim Tennis und drückt Herrn Thiem die Daumen. Ich hab noch nicht einmal herausgefunden, gegen wen er spielt ...
Ich arbeite lieber was im Garten und lass mir nachher berichten!

Lieben Gruß
von der Sparköchin

Name:
Email:
Website:
E-Mail bei weiteren Kommentaren
Informationen speichern (Cookie)

Die Datenschuterklärung und die AGB habe ich gelesen, verstanden und akzeptiere sie. (Pflicht Angabe)


 Smileys einfügen
Werbung