„Ole?! - Familien – Buffet“

Geburtstagsbrunch um elf.
Mit meiner entzückenden Familie und den Gastgebern, besser bekannt als Tante und Onkel.  Halb Freiwillig, halb musste ich mich zur Teilnahme zwingen um ehrlich zu sein.

Wie ungewohnt sonntags um 9 Uhr 30 auf den Beinen zu sein. Das gab es eine Weile nicht mehr.

Sonntags ist normalerweise der Tag mit dem ich die ein oder andere „unfreiwillige Nachtschicht“ einigermaßen ausgleiche, wenn ich nachts plötzlich hellwach bin und meist eins, zwei Stunden brauche, bevor ich wieder in den Schlaf finde.

Beim Buffet hatte sich die Tante selbst übertroffen.
Brötchen, mehrere Sorten Brot, Hackfleisch, Trauben, Fleischsalat, Meerrettich, Trauben, gekochte Eier, Schinken, Käse, Würstchen, Fleischwurst, Kaffee-Stückchen (Teilchen), scharfe Würstchen, Butter, Tomaten, Gurken, Paprika und verschiedene Gemüse und Obstspieße. – Purer Wahnsinn, dieser Aufwand. Wenn auch liebgemeint. Aber es wären locker das 4-Fache an Personen, die mehrmals hätten nachholen können, satt geworden.

Die Gespräche liefen vor allem Anfangs total an mir vorbei.
Da ich mit Essen und meiner innerlichen Müdigkeit zu kämpfen hatte, erst gegen eins taute ich auf, konnte hoffentlich, dass ein oder andere Sinnvolle auch zu den Gesprächen beitragen. Wenn auch meist mehr Stichwortartig, wie das mir die Sätze nur so aus der Mund gepurzelt wären.
Mehr gefiel mir jedoch das zuhören, wie Vater, Tante, Onkel und Mama Erinnerungen austauschten.

Worüber ich froh bin, dass sowohl meine Eltern als auch Tante und Onkel nicht in der Vergangenheit verhaftet sind. Egal wie oft und gerne diese auch heraufbeschworen wird.

 

Die Tante ist Vaters Schwester, der Onkel war Vaters Klassenkamerad und wie man sich denken kann, heiratete er vor vielen Jahren meine Tante.

Dementsprechend viel gibt es immer zu erzählen.


Was ein wenig nervte, dies jedoch konnte ich der Tante nicht übelnehmen -
da Mama selbst nicht anders bei Bewirtung von Gästen ist - dass sie, obwohl jeder mindestens zehnmal bestätigte, dass er Pappsatt ist, sie immer weiter zum Essen aufforderte.
Zumal es nach dem Buffet noch reichlich Torte, Käsekuchen und Donauwelle gab.

Ich kugelte mich gegen 18 Uhr heim.
Nichts erschreckte mich in den nächsten Stunden mehr wie der Gedanke mir wieder Essen zuzuführen.



Der Montag verlief bis jetzt ruhig.
Ich möchte unbedingt noch besagtes Romantik-Büchlein zu Ende zu lesen und bei einigen unterhaltsamen Folgen „Orphan Black“ – auf DVD - den Abend ausklingen lassen.

 

 

„Guten Abend! – Wer immer ihr auch seid?!!!“

26.10.20 18:34

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bisher 3 Kommentar(e)     TrackBack-URL


Sparköchin / Website (26.10.20 22:56)
Oooooh, wie gemein, alle diese Köstlichkeiten aufzuzählen, und in meinem Kühlschrank ist nur Streichwurst und Käse!!
Dein Sonntag klingt doch wunderbar - was man alles so unterbringt an einem Tag, wenn man rechtzeitig aufsteht!
Ich hab heute (Feiertag) um halb sieben Uhr früh eine Rindsuppe aufgesetzt. Und dann bin ich wieder schlafen gegangen, aber das Fleisch ist fünf Stunden später auf der Zunge zergangen.
Hab einen guten Tag!
Liebe Grüße
von der Sparköchin


"Rex-Mama" / Website (27.10.20 06:14)
Ui, das war ja wirklich ein sehr ausgiebiger Brunch und ich kann deine Gefühle absolut nachvollziehen, dort nur halb freiwillig hinzugehen.
Bei uns war die Familie ja so groß, dass es ausgeartet hätte, wenn all die vielen Onkel, Tanten, Großonkel, Oma und vor allem auch noch die zahlreichen Cousins und Cousinen zu jedem Geburtstag alle eingeladen hätten.
Da wäre wohl jeder Sonntag im Jahr weg gewesen und spätestens mit der Abnabelung im Teeniealter wären mein Bruder und ich dazu eh nimmer zu bewegen gewesen, so beschränkte sich die Feierei (wenn sie denn stattfand) auf die engste Kernfamilie, und auch das nur bedingt, weil ich selbst ja schon sehr früh in die Ferne abgewandert war.
Was hat die Tante denn eigentlich zum Buchgeschenk gesagt? Hat sie sich gefreut?

Liebe Viel-Spaß-mit-dem-Romantikbüchlein-wünsche-Grüße von der

"Rex-Mama", die dir wünscht, dass der nächste Sonntag wieder nach deinen eigenen Vorstellungen ablaufen darf.


Maccabros (27.10.20 17:47)
Hört sich lecker und lustig an...

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