"Fantasievolles pochen"

Es kam zwar nicht die erhoffte Entschuldigung von meinem Bruder, dass er mich vor einigen Tagen - am Esstisch der Eltern - grundlos wie lautstark angefahren hatte (siehe, Blogeintrag: „(Un)sinnige Momente) .  

Doch sein Fehlverhalten hat er eindeutig eingesehen, da er sich völlig normal, ohne irgendwelche Animositäten, mir gegenüber verhielt.
Das verrät mir Alles, wirklich Alles über sein Seelenleben. … ein bisschen kennen wir Brüder uns eben doch!
😊
Deshalb will ich es auch gutseinlassen und nicht auf eine Entschuldigung pochen. – Das ist so vollkommen okay für mich.

Sonst vermiese ich mir möglicherweise auch nur den Sonntag? … und darauf habe ich gerade sogar keine – wirklich sogar keine - Lust.

 

Kaum stand ich in meiner Lieblingsbuchhandlung, ergriff mich sofort ein bekanntes Willkommensgefühl: „Hier fühle mich unglaublich wohl.“

Obwohl ich ja regelmäßiger Stammgast in der Wormser Buchhandlung bin, verströmten die Bücher länger nicht mehr diese unwiderstehliche Anziehung auf mich.  

In jedem Regal, aus jedem Genre, hatte ich mehrere Bücher auf den ersten Blick gefunden, die ich nur zu gerne in meinen Besitz sofort übernommen hätte.

Mindestens zwanzig Minuten hielt ich das Buch von „Alicia Keys“ in der Hand. Lief mit der Biographie - in der Buchhandlung – auf und ab. Dabei betrachtete ich die anderen Druckwerke aufmerksam und las wie gewohnt eine Vielzahl von Klappentexten.
Mit allem aufzubringenden Willen verbat ich mir den Kauf des Wunschbuches.

Bin ich doch der Meinung, es ist sinnvoller erst das eine, dann das nächste Buch zu Lesen. Um nicht wieder einen unnötigen Stapel ungelesener Bücher anzuhäufen. Die dann lediglich als attraktiver Staubfänger fungieren und ihrer eigentlichen Bestimmung zweckentfremdet werden.



Mit Eltern sah ich mir das Fußballländerspiel zwischen Deutschland und Ukraine (3:1) am. Wie immer ein vergnügen.

Mir geben solche Anlässe die Gelegenheit mit Vater Albernheiten auszutauschen und ihn mir für alle Zeiten ins Gedächtnis einzubrennen.

Mein Papa wirkt - ab und an - auf mich, wie er wäre als feinste Bleistiftzeichnung direkt vom Malblock in die Realität entsprungen.
Ich sehe ihm ins Gesicht und glaube jeden einzelnen, feinsten Bleistiftstrich – des vermeintlichen Künstlers - in seinen markanten Gesichtszügen erkennen zu können.

Eine Phantasie, die ich seit Jahren mit mir herumtrage, die mich amüsiert und die ich nur zu gerne - immer wieder aufs Neue - im Kopf auslebe.

 

Sonntag, ausschlafen! Fröhlich sein!



„Guten Morgen! – Wer immer ihr auch seid?!“

15.11.20 07:46

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bisher 1 Kommentar(e)     TrackBack-URL


"Rex-Mama" / Website (15.11.20 08:38)
Ihr habt beide auf eure Art euren Unmut bekundet, er wurde laut, du zeigtest ihm, dass dir das nicht passte, und nun herrscht wieder Friede.
Gut gelöst, finde ich, und das ohne es nochmals aufzuwärmen und die Stimmung damit wieder aufzuheizen.

Schön, was du da über deinen Papa schreibst, wie gut du ihn beobachtest und wie bewusst du dir einzelne Sitiationen einprägst.
Ich neige da auch zu und oft geht mir dabei durch den Kopf, der Tag wird kommen, an dem du genau an diese Sekunde zurückdenken wirst.

Liebe Das-Jetzt-ist-die-Summe-aus-allem-Bisherigen-Grüße von der

"Rex-Mama"

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