„Was bleibt (in mir) aus 2020“

Wie schnell so eine Woche herumgeht! -Kaum zu glauben, dass schon wieder Donnerstag ist. Vielleicht ist doch etwas daran, das im Alter die Zeit viel schneller vergeht wie, wenn man noch jünger ist?

Allgemein habe ich das Gefühl die Zeit fliegt nur so an mir vorbei!

Ich versuchte mich zu erinnern, was in diesem Jahr war?
Das wenigste davon konnte ich mir sofort in Erinnerung rufen.
Ich hatte mich wohl doch von Corona anstecken lassen? Nicht körperlich, gott-sei-dank geht’s mir doch nach wie vor sehr gut!

Aber Geistig (… und vom Gefühl)!
Wenn ich ehrlich zu mir bin, läuft da doch hauptsächlich der Film: Covid-19 ab. 2020 verbinde ich mehr wie alles andere mit Corona, Covid-19, den Virus, wie man es auch immer nennen möchte?
Das ist nicht (viel) anderes in meinem Kopf. Ob Geschehnisse in der Familie oder mit anderen Menschen, die mir besonders am Herzen liegen. Weiteres Mediengeschehen ist ebenso kaum abrufbar.

Praktisch bleibt nur ein wiederkehrender Song in mir hängen: „Wir haben Corona, Corona haben wir“.
Auf eine verrückte, absonderliche, Art und Weise, sperrt sich mein Kopf anderen Momenten aus 2020 die verdiente Anerkennung zu zollen.


Was derzeit nicht funktioniert, das aktuelle Buch zügig durchzulesen.
Ich lese alles Mögliche. Jedoch leider nicht „Eines Menschen Flügel“.
Dabei macht mir das miterleben – verfolgen, der Story, Laune. Ich mag Handlung und die Charaktere gerne.
Sieht man davon ab, wenn ich in den Alltag hin- und heimfahre, dann bin ich äußerst intensiv dabei. Wahrscheinlich erliege ich derzeit Zuhause anderen Reizen.


Das Mittagessen mit Eltern verlief für meinen Geschmack zu ruhig.
Was daran gelegen hatte, dass ich mich erstens nicht ausgeschlafen fühlte, zweitens, ich meinen Muskelkater spürte? Möglicherweise dadurch wenig Gesprächig war?

Wir saßen bei Hühnerfrikassee und Reis am Küchentisch zusammen. 
Ich bewunderte tiefe, rote Teller, keine für die Suppe. Ess-Schalen, die mich irgendwie entfernt an Müslischüsseln erinnerten. Die Teller hatte ich zuvor noch nie gesehen. Mama meinte, sie hatte einfach Jahrelang nicht an dieses Geschirr Gedacht. In den vergangenen Wochen, wäre ihr die Teller, unverhofft, wieder in den Sinn gekommen. 
😊


Was steht heute an? - … Putzen, Filme schauen und außerdem ist natürlich Lachbrötchen-Donnerstag.

 

„Guten Morgen! – Wer immer ihr auch seid?!“

19.11.20 05:49

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bisher 4 Kommentar(e)     TrackBack-URL


"Rex-Mama" (19.11.20 06:34)
Oh ja, lieber lifeminder, je älter man wird, um so schneller scheint die Zeit an einem vorbeizurauschen, und das wird von Jahr zu Jahr immer heftiger.
2020 wird wohl in allen Köpfen als das Corona-Jahr hängen bleiben, wobei ich allerdings persönlich niemanden kenne, der sich das Virus eingefangen und dann womöglich noch die Lungenkrankheit Covid19 entwickelt hätte. Bis auf meine Nichte, die im fernen Argentinien lebt und sich dort angesteckt hatte, aber nur geringe Krankheitsanzeichen hatte und ganz schnell wieder fit war.
Für mich sind es daher weniger das Virus selbst noch Covid19, die in meinen Gedanken so viel Raum einnehmen, sondern weit mehr der Umgang damit.

Und schon wieder stelle ich so etwas wie Gedankenübertragung fest, denn erst gestern nahm ich beim Einkaufen 2 kg (reduzierter) Hühnerbeine mit viel Rückenanteil mit, weil mir in den Sinn kam, ich hätte mal wieder Lust auf ein Hühnersüppchen, was ich am nächsten Tag immer in ein Frikassee verwandele, und dazu lieben wir ebenfalls Reis und natürlich einen knackigen Salat.
Die nächste Parallele findet sich bei den Tellern, denn ich mag die flachen, von denen die Soße so gern überschwappt, gar nicht gern, sondern packe unser Essen fast immer in große tiefe Schalen, die ich als sehr viel praktischer empfinde.

Putztag ist bei mir heute ebenfalls und während ich damit zugange bin, werde ich vermutlich darüber nachdenken, dass dieses Jahr doch auch viel Schönes mit sich brachte, seien es die Überraschungen durch meinen Bruder oder auch dieser so nette und anregende Austausch, der sich hier entwickelt hat.

Liebe Das-Beste-gegen-Muskelkater-soll-ja-das-Weitermachen-sein-Grüße von der

"Rex-Mama"


Sparköchin (19.11.20 10:23)
Guten Morgen lieber lifeminder!

Dieses Jahr 2020 sollte möglichst ganz schnell vorbei gehen, und dann möchte ich bitte genau nix mehr davon hören oder sehen.

Neben Corona fällt mir als erstes die eher schlechte Ernte ein. Als zweites der Terror-Anschlag von Wien. Als drittes die vier Todesfälle im Freundeskreis, die mich ein bisserl aus der Bahn geworfen haben.

Bitte heuer keine Neuigkeiten mehr, und dann auf ein gutes neues Jahr.

Endspurt bis zum Wochenende!
Lieben Gruß
von der Sparköchin


lifeminder (19.11.20 20:59)
Hallo!

Nur um das klarzustellen, ich weiß nicht ob das so im Eintrage herauskam, mich beschäftigt nicht Corona rund um die Uhr. Sondern es ist einfach das, wenn ich mich versuche an Dinge aus diesem Jahr zu erinnern, dann schlägt Corona einfach alles.


Danke für Eure Einträge!


Waffelmann / Website (19.11.20 21:11)
Dann doch noch ein Nachzügler – mir geht es ähnlich wie dir – aber ich sehe es allgemein als Chance – im wesentlichen ist es auch eine weltweite Entschleunigung, ein nachdenken drüber was eigentlich wirklich notwendig ist.

Immer wohl dem Dinge + herzliche Grüße vom Waffelmann

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