„Blick riskiert“

Mir geht’s gut, wahnsinnig gut, ich habe heute eigentlich nichts zu tun.
Dazu riecht das Zimmer nach Möbelspray, alles vom Körper bis zu den Gedanken fühlt sich einfach nur großartig an.  - An diesem Freitag, 1. Januar 2021!

Ich habe das Gefühl, das ein wunderbares Jahr vor mir liegt.

Ich sitze hier – passend zum Neujahrsmorgen - mit einem Gläschen alkoholfreien Sekt und finde noch nicht so richtig zur Ruhe. Obwohl mir Schlaf – zweifellos - guttun würde.


Hinter uns – Eltern, Bruder und mir – liegt ein (insgesamt) gemütlicher Abend.
Obwohl ich gestehen muss, wir waren noch nie so schnell - von einem Familien-Silvester-Essen - Pappsatt. – Naja, ein bisschen Platz für einen Eisbecher fand sich dann doch noch.

Dennoch wird man eindeutig älter und staunt welche Essensmengen man früher leicht ohne Anstrengungen vertilgen konnte.
Einige Jahre zuvor hätten wir wohl viele Stunden mehr, miteinander, um das Raclette gesessen und gegessen.
 
Bereits kurz vor 20 Uhr saßen wir gemütlich auf der elterlichen Wohnzimmercouch.
Was aber der Gemütlichkeit vorerst keinen Abbruch tat.
Lustige Gespräche, ein TV-Musikprogramm das jedoch nur Beiwerk zu diesem fröhlichen Abend war.

Besagter fröhlicher Silvesterabend nahm nur für einige Minuten eine doofe Wendung, da Mama ohne Anzeichen dafür, plötzlich von null auf hundert, ein böser Krampf ins rechte Bein fuhr.
Ein schmerzhafter Aufschrei und die Familie waren alarmiert.

Der hartnäckige Krampf wollte sich Anfangs nicht verziehen und nicht lösen lassen.
Nach einigen Minuten bekamen wir das Krampfproblem in den Griff. Setzten Mama von der Couch vorrübergehend – dass sie sich kaum bewegen konnte – auf einem Stuhl und schon fand der Silvesterabend seine geplante längst überfällige gemütliche Fortsetzung. … dieser Fortsetzung musste sich auch der Krampf beugen, der sich dann nach fußdrehen und Latschenkiefer von jetzt auf gleich verzog.


Ich empfand die Rede der Bundeskanzlerin – Angel Merkel – für äußerst gelungen und Hoffnungsvoll.
Meiner Meinung waren darin alle Punkte, die einem so – wenn man gedanklich durch das Jahr 2020 streift – untergebracht.
Ich hatte ihr zumindest an diesem Silvesterabend besonders gerne gelauscht.

Wenn ich persönlich auf 2020 zurückblicke, war das gar nicht ein so schlechtes Jahr.

Vielleicht sollte ich zumindest leichte Gewissensbisse entwickeln, da ich Menschen kenne, die einfach nur rundum froh sind, dass sich dieses – in ihren Augen - unsägliche Jahr verabschiedet hat? – Bis jetzt haben sich diese Gewissensbisse allerding noch nicht eingestellt.
Was nicht ist, kann ja noch kommen.

Aber ich bin ja durchweg von Menschen die ich mag behütet.
Im Gegensatz zu anderen Menschen musste ich keine schlimmen Verluste jeglicher Art 2020 beklagen.

Auch an Kontakt mangelte es mir aufgrund Familie und der zahlreichen technischen Kommunikationsmöglichkeiten nicht.

Fast unvorstellbar, dass es Menschen gibt die vielleicht wirklich niemanden mehr haben, sowohl Weihnachten, wie Silvester und sogar den Alltag – nicht nur aufgrund von Corona - alleine verbringen und bestreiten mussten.
Das Thema „Allein sein“ hat mich immer Mal wieder, warum auch immer (?), in den letzten Tagen angefasst.


Danke für die tollen Neujahrsgrüße ob über Mobilphone, E-Mail oder Blog!
Ich freue mich sehr darüber.


Wobei ich den Blog erst seit diesem Jahr richtig zu schätzen weiß.
Die ersten Jahre ging es mir egoistischer weiße (meist) nur darum hier ( m ) eine Gedankenschublade zu öffnen und nachdem Beitrag posten wieder zu schließen.

In diesem Jahr habe ich endgültig auch für andere Blogs Herz und Leidenschaft entdeckt!
Besonderen Dank für das Augen öffnen und das Teilhaben an euren Gedanken an: „Rex-Mama“, „Merry N“ & „Gartenschuhe“ (ihr werdet vermisst), „Sparköchin“, „finde mich“, „maccabros“, „marie – adel verpflichtet“, „Waffelmann“, meine Liebe Freundin K. & jede andere Person die sich auf meine Blogseite zufällig verirrt und vielleicht sogar „hier“ einen Blick riskiert!

 

„Freiheit bedeutet, dass man nicht unbedingt alles so machen muss wie anderen Menschen“. – Astrid Lindgren

Vielleicht ein Zitat, das mehr wie nur ein Vorsatz (2021) werden könnte?




„Guten Morgen! Ich wünsche Euch Allen ein wunderbares, gesundes und glückliches 2021! – Wer immer ihr auch seid?!“

1.1.21 09:56

Letzte Einträge: „Musikalische Tatortranglisten effizienter gestalten“, „Ä Tännchen please“ , "Gedanken- und Geduldsspiele", "Sonntagsgefühle", "Gute Automatismen"

bisher 2 Kommentar(e)     TrackBack-URL


"Rex-Mama" / Website (1.1.21 11:11)
Das kann ich nur zurückgeben, lieber lifeminder, nicht zuletzt durch dich hat sich hier im letzten Jahr eine wunderbare Gemeinschaft entwickelt - es macht richtig Spaß nun!
Ich muss gestehen, dass ich Merkels Ansprache nur am Rande mitbekommen habe, weil bei mir so viel los war in den Netzwerken, vielleicht höre ich später noch einmal in Ruhe rein.
Dein Abend mit der Familie klingt sehr gemütlich, so soll es sein und es freut mich, dass du auf diese Weise so gut reingerutscht bist ins neue Jahr.
Das Alleinsein, ja, seit Corona mache ich mir darüber auch verstärkt Gedanken, denn manche treffen die Beschränkungen doch sehr hart, nicht nur wirtschaftlich, und zumindest telefonisch versuche ich ein wenig Abhilfe zu schaffen, wo es in meiner Macht steht, mehr kann man ja leider nicht machen zur Zeit.


Ich wünsche dir ein richtig gutes Neues Jahr, das hoffentlich nur positive Überraschungen für dich bereithält!

Liebe Mich-Astrid-Lindgren-mal-anschließe-Grüße von der

"Rex-Mama"


Sparköchin (1.1.21 21:25)
Danke, danke, danke! Mir geht es genauso. Bis vor kurzem hab ich einfach meine Rezepte aufgeschrieben, aber dann hab ich zu blättern begonnen und jetzt plaudere ich virtuell und genieße das sehr.
Möge uns das im kommenden Jahr erhalten bleiben!

Lieben Gruß
von der Sparköchin

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