„Musikalische Tatortranglisten effizienter gestalten“

Meine Mama und ihre Klassenkameraden mussten, vorgestern, einen der ihren zu Grabe tragen. 
Der verstorbene war bereits aus der Kirche ausgetreten.
Deshalb übernahm die Verabschiedung eine Mitarbeiterin des Bestattungsinstituts.

Mama empfand die Feier als gelungen und angemessen.
War von zwei vorgetragenen Gedichten, der Trauerfeier-Moderatorin, besonders angetan.
Natürlich hielt man auch hier strengstens die Corona-Regeln ein. Abstand, trug Maske usw.

Für Mama tut es mir leid. Sie hängt an ihren Klassenkameraden und diese auch an ihr.
Die Klassengemeinschaft steht regelmäßig über die modernen Medien in Kontakt und trifft sich. Selbstverständlich nur, wenn nicht gerade Corona wütet. 

Wobei hier Vater als Informations-Weiterleiter zur Verfügung stehen muss.

Auch mein Vater hat zu seinen Klassenkameraden einen ebenso regen Kontakt.

Wer liegt mir eigentlich noch von meinen ehemaligen Schulkameraden richtig am Herzen? – Gefühlt drei aus allen Schuljahren. Aus meinen Kursen vielleicht nochmals so viele?
Besonders, der Leser der hier öfter hineinliest wird es wissen, … na klar, ich denke an: „I“. Die wohl für immer in meinem Herzen verankert ist.  

 

Ich finde es sowieso schön, wenn mir andere Menschen aus ihren Leben erzählen oder schreiben.
Noch viel besser, wenn es ungefragt ist. Wobei ich ja jemand bin der Leidenschaftlich gerne Fragen stellt.
😊
Man ihnen nicht jede Info aus der Nase ziehen muss. Vielleicht weil ich mir selbst im Dialog damit schwertue? Schriftlich fällt es mir wesentlich leichter.

Weil ich mich hier – auf dem Blogportal - für einigermaßen sicher und anonym halte.
Ich niemals (oder zumindest höchstselten?) jemanden verbal wehtun möchte.

Sollte man mich doch Identifizieren, dann bin ich wahrscheinlich so unspannend für andere, dass man sich ärgert, überhaupt sich die Mühe der Identifikation gemacht zu haben?
Außerdem ist hier eh meine graubunte Gedankenwelt öffentlich nachzulesen. Mit sämtlichen schwächen und stärken.

Eines meiner Credos bleibt: „Einfach kein Arschloch sein“.
Das schaffe ich wahrscheinlich nicht immer Hundertprozent, meistens aber doch ganz gut?


Mein Bruder sah mit Begeisterung die „Ultimative Chartshow“.
Die ich leider verpasste.

Gerne hätte er sich im Nachhinein nochmal die Platzierungen der meistverkauften Alben in Deutschland zu Gemüte geführt.
Das war allerdings nicht möglich. Zumindest eine komplette Rangliste zur Fernsehshow konnte mein Bruder nicht im Netz finden. Also was macht er?
Sieht sich die Wiederholung an und schreibt alle Titel und Interpreten mit.

Heute beim Familienessen brachte er die Liste mit den Platzierungen aus der TV-Show mit.
Die gesamte Familie hatte an der Platzierungsliste großen Spaß.
Es wurden ausführlich Erinnerungen ausgetauscht. An Musikstücke und Musiker, welches Album man besitzt und welches man gerne sich gerne zulegen möchte. Welcher Song ein Geheimtipp auf dem Album ist, wann man zuletzt ein Album sich von der ersten bis zur letzten Nummer anhörte? … und dass man die Kassetten von Vater Mal Digitalisieren müsste, bevor sie nicht mehr zu gebrauchen sind.


Mein Lieblingstatort ist ja nach wie vor der umstrittene aus Weimar.
Denn ich für Genial- und wieder andere – wenn ich die Kritiken Lese - für schwachsinnig halten.
Die Wahrheit liegt wahrscheinlich (für andere) irgendwo in der Mitte?

Mit Christian Ulmen und Nora Tschirner als Hauptkommissare „Lessing“ und „Kira Dorn“. In der neuesten Folge wird „Lessing“ erschossen. Was man - wenn man von selbst nicht darauf kommt (so wie ich) - nach 63 Minuten auch erfährt.

Ich weiß nicht, ob ich mich damit anfreunden kann, wenn man so die Medienberichte verfolgt, dass man nun „Lessing“ als Geist seiner Ehefrau und Kollegin „Dorn“ zur Seite stellt.
Einige Folgen könnte ich mir das durchaus als sehr amüsant vorstellen. Aber auf Dauer?

Vielleicht gibt es ja auch den „Bobbi Ewing“ Effekt? „Lessing“ steht irgendwann unter der Dusche und es stellt sich heraus, dass er erschossen wurde, wurde nur geträumt.  
😊

2022 weiß man hoffentlich mehr.
In diesem Jahr wurde aufgrund der starken Beschäftigung des Casts kein Drehtermin für einen weiteren „Weimarer Tatort“ gefunden.


Um 11 Uhr bis 12 Uhr will ich mich an der frischen Luft tummeln.
Mit wenigen Ausnahmen bin ich in der vergangenen Woche zum Stubenhocker mutiert. So, dass mir die Frischluft doppeltgut tun wird.

Ich muss unter anderem dringend nochmals darüber grübeln, wie ich mein Onlineverhalten besser in den Griff bekomme und meinen Alltag effizienter Gestalte?



„Guten Morgen! – Wer immer ihr auch seid?!“

10.1.21 08:33

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bisher 7 Kommentar(e)     TrackBack-URL


(10.1.21 08:37)
guten morgen, ach würden doch fast alle menschen von sich selbst den anspruch haben, möglichst kein arschloch zu sein..

die welt könnte noch schöner sein..

hab einen tollen sonntag

findemich


(10.1.21 09:13)
huch, da fällt mir zur überschrift noch ein, mein mann und ich wollen zur hochzeits feier einen erfundenen tanz vor machen, natürlich zur tatort melodie.
leider kam es noch nicht dazu..

fm


"Rex-Mama" (10.1.21 10:52)
Der Verlust deiner Mama tut mir leid, wobei ich mich in letzter Zeit schon öfter fragte, wie das in Lockdown-Zeiten überhaupt gehandhabt wird.

Schön, dass deine Eltern den Kontakt zu den Klassenkameraden halten konnten.
Ich selbst bin seit einem Klassentreffen in ganz losem Kontakt zu einigen bei FB, aber im Grunde hatte sich der Zusammenhalt schon durch die reformierte Oberstufe mit ihrem Kurssystem erledigt und wie auch mich zog es viele in die Ferne, so dass man sich aus den Augen verlor.

Wenn dein Vater als Informations-Weiterleiter dienen muss, heißt das, dass deine Mutter selbst nichts am Smartphone oder PC macht?

Mit der Chart-Show ging es euch dann ja letztlich genauso wie uns, man wärmte eine Menge uralter Erinnerungen auf, wobei das natürlich am besten funktioniert, wenn man die Lieder dabei auch hört, statt nur die Titel zu lesen. ;-)

Beim Weimar-Tatort kann ich gar nicht mitreden, ich glaube, ich habe nicht eine einzige Folge davon gesehen, aber bei uns ist das Tatortschauen eh die Ausnahme geworden, nachdem wir in früher jeden Sonntag schauten.
Einfach übersättigt vermutlich ...

Liebe Viel-Spaß-beim-Tummeln-Grüße von der

"Rex-Mama"


lifeminder (10.1.21 11:07)
Hallo, Liebe "Rex-Mama"!

Genau, Mama ist nicht der grösste Computer und Smartphone-Fan. Dass muss ich wohl von ihr haben? - Aber mittlerweile benutzt sie zumindest ein Handy.

Ich wünsche dir einen schönen Sonntag


@findemich

Mit den Fotos muss ich mich erst einmal selbst auseinandersetzen wie man das macht.

Danke für deine Kommentare

Der Tatort-Tanz klingt sehr spannend.


Auch dir einen schönen Sonntag.


"Rex-Mama" (10.1.21 11:54)
Das ist soo schade, lieber lifeminder.

Ich habs bei meiner Mutter gesehen und sehs auch jetzt bei meinen Tanten, sie alle haben es verpennt, sich bei Zeiten mit dem PC zu befassen und jammern nun - leider verwitwet - über die Einsamkeit, die dank Corona erheblich zuschlägt.
Die Nachkommen können und wollen vermutlich auch gar nicht rund um die Uhr für sie da sein, klar, sie müssen ja auch ihr eigenes Leben führen, und nun rächt sich das.
Das Internet ist nun einmal ein Tor zur Welt, das man sich echt nicht selbst verschließen sollte.

Übrigens würde mir das Smartphone niemals ausreichen, denn die Tipperei dort geht mir auf die Nerven. Nach Möglichkeit mache ich alles am PC, wo ich mit zehn Fingern loslegen kann und vor allem auch stets etliche Seiten parallel geöffnet habe und hin und her hüpfen kann.

Aber nun hüpfe ich erst mal in die Küche, weil es Zeit wird für lecker Fresschen ...

Gibts bei dir auch was Gutes?


Sparköchin (10.1.21 17:34)
Servus lieber lifeminder,
ich finde das auch sehr schön, dass deine Mutter Kontakt mit ihren KlassenkollegInnen hält. Es tut mir Leid, dass eine davon schon gegangen ist.

Meine Mutter hatte nach 40 oder 45 Jahren ein Klassentreffen. Mir geht es auch so. Außerhalb der (alle 3 - 5 Jahre stattfindenden) Klassentreffen hab ich so gut wie keinen Kontakt.

Kein-Arschloch-sein-wollen ist einer der besten Neujahrsvorsätze, die man haben kann!

Lieben Gruß
schickt die Sparköchin


lifeminder (10.1.21 21:29)
Hallo, Ihr Alle!

Bei uns gab es heute durchweg Kuchen! - Was für einen Sonntag nicht das schlechteste ist. Am Abend gab es einige Brötchen, Eier, etwas Schinken, Obbst und Käse.

Morgen beginnt auch für mich wieder der Alltag.

Es ist nicht der erste Klassenkamerad sowohl bei meinen Vater, wie auch bei Mama, die gegangen sind.

Krebs & Co sind da leider öfters Mal unpassend zur Stelle.


Habe einen feinen Sonntagabend.



Liebe Grüße
Vom lifeminder

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