„Ä Tännchen please“

„Oh Henri“ wie ich das Weihnachtsbäumchen liebevoll getauft hatte, musste nun doch seinen Platz räumen. Etwas traurig war ich schon.
Insgeheim hoffte ich, Eltern hätten noch bis zum Wochenende Gnade mit der liebgewonnenen Tanne.

Wie leer und verloren jetzt der Platz wirkt, wo vor wenigen Stunden noch ein strahlender Baum, Schmuck behangen mit seinen Lichtern für Freude und zusätzliche Atmosphäre sorgte?

Gab aber, auch dem doch nun schwer Ast durchhängenden, „Oh Henri“, das Versprechen, mich - im kommenden Dezember - auch um seinen Nachfolger/in liebevoll zu kümmern.

Wahrscheinlich wird es dann aufgrund der Gleichberechtigung eine „Oh Henriette“ im Haus der Eltern geben? – Nicht das ich mich irgendwann den Vorwürfen ausgesetzt sehe, ich wäre Bäuminen feindlich.


Mit Papa schaffte ich anschließend die Weihnachtssachen auf dem Speicher.
Dabei verhielt ich mich nicht allzu schlau.

In dem ich anstatt eines warmen Pullovers nur Trainingshose und ein luftiges T-Shirt trug.
Natürlich brachte ich auch Müll- und Papierkörbe ebenso nur im T-Shirt und Trainingshose zu den Mülltonnen. Zack war es wohl passiert, keine fünf Minuten später bemerkte ich ein ärgerliches ziehen im Rücken?

Ich glaube, ich habe mir den Rücken verkühlt; hoffentlich ist es nicht mehr?
Geht das mit dem verkühlen so blitzschnell?

Was meine Ohren erstmals verzückte war ein „Janis Joplin“ Stück, das sie für den 30. Geburtstag von „John Lennon“ einsang.  
Die Stimme halte ich bis heute für eine der Markantesten in der Musikwelt. Frau Joplin wird mir ihrer herausragenden Stimme und ihrem ewigen Mythos immer einer meine heimlichen Lieblinge bleibe.
Wieso heimlich? – Weil ich viel zu selten, im Gegensatz zu vielen anderen Künstlern, Songs von ihr genieße.


Ich verabschiede mich nun umgehend in die Küche.
Hole mir Brot und Bananen, beschmier das Brot mit Butter und matsche gleichmäßig eine der Bananen freudig obendrauf. Dazu gibts heißen Pfefferminztee und ein Gläschen ungezuckerten Orangensaft aus dem Beutel.
Mit ein bisschen Glück haben die Eltern die Zeitung irgendwo hinterlegt, wo ich diese – auch ohne groß zu Suchen - auffinden kann? – Dann stünde nämlich einem entspannten Frühstück so gar nichts mehr im Wege.

 

 

„Guten Morgen! – Wer immer ihr auch seid?!“

13.1.21 08:47

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bisher 5 Kommentar(e)     TrackBack-URL


(13.1.21 08:51)
guten morgen, bei ä tännchen please muss ich an otto denken
janis joplin, vor jahren war ich 2 mal bei einer musikalischen theaer aufhürung über sie, wunderbar..

hab einen guten tag


"Rex-Mama" (13.1.21 09:18)
Lach, ich kenne das "Ä Tännschen please" als Sachsenwitz.
Das mit der Bäumin im nächsten Jahr finde ich eine hervorragende Idee und im übernächsten könntest du dem Ding/der Dingin ja dann vielleicht einen geschlechtsneutralen Vornamen geben.

Das mit dem Sich-Verkühlen kenne ich eigentlich nur von uralten Großtanten, die ständig Angst hatten, sich verkühlen zu können.
Ob du dich nicht vielleicht beim Kartonsschleppen einfach ein wenig verzerrt hast am Rücken?
Hoffen wir mal, dass es schnell wieder vorbeigeht, was immer das Ziehen auch verursacht haben mag.

Dein Frühstück klingt sehr interessant, denn von Banane aufm Brot habe ich noch nie gehört, kann es mir aber durchaus vorstellen, denn als Kinder liebten wir Bananenbrei über alles, der immer dann gemacht wurde, wenn sie überreif waren.

Orangensaft aus der Tüte kenne ich dagegen gar nicht, allerdings kann ich auch nicht mitreden, da ich wegen des Zuckergehalts kaum Säfte trinke.

Janis, oh ja, in meiner Jugend ging ich oft mal hoch in Brüderleins Zimmer, der über eine richtig gute Musikanlage verfügte. Immer wenn ich übel drauf war, knallte ich mir dort dann "Move over" volles Rohr über Kopfhörer rein und schon ging es mir besser.

Wobei ich mir aber ehrlich gesagt bei ihr gar nicht so sicher bin, ob man da wirklich von Stimme reden kann, denn im Grunde krächzte sie ja nur, wenn auch sehr kräftig.

Liebe Nicht-traurig-sein,-das-nächste-Weihnachten-naht-schon-bald-Grüße von der

"Rex-Mama"


Sparköchin (13.1.21 13:43)
Was für ein netter Eintrag, lieber lifeminder! Hast du Oh Henri wenigstens fotografiert? Dann könntest du dir doch wenigstens einen Bildschirmschoner draus basteln, du bist ja technisch versierter als ich.

Dein Frühstück klingt interessant, auf diese Kombination wäre ich nie gekommen, aber es ist alles dabei, was ein Frühstück so braucht - ich hoffe, auch die Zeitung hat sich gefunden?

Als Kinder hatten wir eine ganz andere Bananen-Kombi: mit ordentlich gepfeffertem Käse, Gouda oder Emmentaler, zusammen hab ich sie gern gegessen.

Muskel hab ich mir schon öfter verkühlt, leider, ich finde das ist eine lästige Sache. Schön warmhalten jetzt!

Lieben Gruß!


lifeminder (13.1.21 15:38)
Die Überschrift habe ich wohl Tatsächlich bei "Otto" aufgeschnappt, auch wenn mir das beim Schreiben noch nicht bewusst war.

Ich habe dieses Banane auf das Brot schmieren von meiner Mama übernommen. Kenne es so seitdem ich Kind war.

Mit dem Orangensaft aus der Tüte wurde es nichts. Meine Mama hatte, sie hat wohl hellseherische Fähigkeiten, Orangen ausgepresst. ... und Frisch ist nun einmal frisch.

Sie kann auch wunderschön singen, die Frau "Joplin", wobei du recht hast, sie konnte auch röhren, auf gute Art und Weise das da kein Elch mithalten konnte.

Käse und Banane in einem Atemzug klingt für mich genauso fremdartig. Ich finde dennoch, es klingt nach einer interessanten Geschmackskombination und werde sie bei Gelegenheit testen.

Oh Henri wurde in seiner "Blütezeit" mehrmals von Vater und mir fotografiert.


Euch Allen einen wunderbare Wochenmitte.


"Rex-Mama" (14.1.21 05:33)
Schade eigentlich, dass du uns an Oh Henris Schönheit nicht hast teilhaben lassen, also bildlich meine ich.

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