"Beflügelter Reichtum"

In Onlinerunden ist es stets mein Ziel Menschen näher zu kommen (nicht körperlich, keine Sorge!).
Nichts hasse ich mehr, wie wenn in Onlinerunden nichts passiert.
Manchmal halte ich mich selbst zurück, obwohl ich Lust zum Schriftlichen schnattern hätte. Warum? Damit nicht ausgerechnet ich, jedes Mal, der bin, der in die Stille hineinschreit.

Im Kopf frage ich mich immer: „Juhu, wer bist du?“ - … und nein, wir müssen uns weder treffen, noch (und schon gar nicht) telefonieren, noch sonst etwas! 

Aber wenn du, zugegen bist, wo ich auch bin, dann möchte ich was von dir erfahren. Basta! … Nein, nicht deine Kontonummer, dein Klar-Namen, Adresse oder sonst etwas.

Sondern vielmehr, „Wer bist du?“ „Was treibt dich an?“ „Wer ist dir Wichtig?“ „An was glaubst du?“  

Dass sind die Fragen, die mich beschäftigen. … ob du das verstehen kannst, ich weiß es nicht?


Ich hatte eine halbe Stunde bis ich mit Vater zu einem Fußballabend verabredet war. Einiges war aufgrund meines Bummelwochenendes- und Montages liegengeblieben. – Ich sah mich schon, nachdem Fußballspiel nochmals die Putzlappen schwingen. Doch heute Abend verlieh mir die Musik Flügel, ich bekam in der halben Stunde mehr hin, wie oftmals in zwei.

Zudem war es ein guter Fußballabend. In der Champions League gewannen die Bayern mit 1:4 bei Lazio Rom. – Vater war ausgesprochen gesellig, wir tauschten unsere Boshaftigkeiten und spitzen Kommentare miteinander aus, die uns ab und an beide guttun. … und ein Ausgleich, und Ablassventil für gebrauchte, kommende Tage oder schlechte Nachrichten sind.


Vor einigen Tagen sah ich den Kampfsportfilm „Warrior“ (2011). Der in mir Emotionen schürte. Das hat seit „Rocky“ wohl keiner mehr geschafft?

Weil er so ganz anders war. Die Actionsequenzen sind packend, stehen dennoch nicht im Vordergrund. Sondern das wiederfinden einer Familie und Vergebung innerhalb einer Familie.

Mit „Nick Nolte“, Tom Hardy, „Jennifer Marie Morrison“, „Joel Edgerton“ ausgezeichnet besetzt. – Das Plot - und wie es erzählt wird – besonders für einen Kampfsportfilm – halte ich für extreme stark. 135 Minuten, die vergehen wie nix.


Die Krankenkasse hatte geschrieben. „Oh, Oh!“
Ich befürchtete ja schon eine saftige Erhöhung. Darin sind Versicherungen und Krankenkassen hervorragend.
Besonders im Januar oder Februar. Ich war positiv überrascht, lediglich, mein Aktenzeichen für eine zukünftige Steuererklärung hat man mir – netterweise – mitgeteilt. Service!


Wenn ich heute einen Menschen interviewen würde, würde ich ihn Fragen: „Was ist für dich Reichtum?“



„Guten Morgen! – Wer immer ihr auch seid?!“

24.2.21 02:57

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bisher 3 Kommentar(e)     TrackBack-URL


"Rex-Mama" (24.2.21 05:21)
Machst du nichts weiter nebenher, wenn du chattest?
In unserem alten kleinen Raum fand ich es sehr angenehm, dass eben kein Redezwang bestand. Manche Abende schnatterten wir die ganze Zeit umeinander, manchmal auch alle über Skype verbunden, so dass wir uns auch hören konnten, aber es gab auch Tage, an denen kaum ein Wort gesagt wurde. Wir schauten fern, machten Spiele oder was auch immer und das Schöne war halt, dass jeder wusste, du bist nicht allein.
Genau wie wenn man mit der Familie vor dem Fernseher sitzt und ja auch nicht ständig redet.
Ab und zu kamen Fremde herein und beschwerten sich sofort über die Stille, denen empfahlen wir dann meist, dass für Bespaßung einen Raum weiter gesorgt würde.
Ich chatte ja nun schon seit über einem Jahr gar nicht mehr, finde es so auch sehr viel entspannter, aber ich denke, würde ich mich doch mal wieder einloggen, dann sicher genauso ohne Erwartungshaltung wie früher. Ich würde es nebenher laufen lassen, kommt etwas Interessantes auf, mische ich mit, ansonsten bleibts beim Nebenher.
Wobei ich aber auch im real life ganz gut gemeinsam schweigen kann und gern meinen eigenen Gedanken nachhänge, weil ich im Smaltalk eh nicht sehr begabt bin.

Eigentlich spannend, wie anders doch jeder diesbezüglich tickt, oder?

Reichtum - schwere Frage, ich denke, ich würde da grunsätzlich zwischen innerem und äußerem unterscheiden, also zwischen geistigen bzw. gefühlsmäßigen und materiellen Dingen.

Liebe Hab-einen-schönen-Tag,-wer-auch-immer-du-sein-magst-Grüße von der

"Rex-Mama"


Sparköchin (24.2.21 14:04)
Servus lieber lifeminder,

beim Chatten kann ich nicht mitreden - beim Thema Reichtum war mir zumindest der Gedanke an "viel Geld" gekommen, bis ich Rex-Mamas Zweiteilung las, der ich mich natürlich nur anschließen kann.
Zum Beispiel bin ich der Ansicht, dass ich ein reiches, weil abwechslungsreiches Leben führe. Und geistig reicher macht mich, dass ich möglichst wenig Geld dafür ausgeben muss - weil mich das von der Normalwirtschaft und dem Konsumschas ein Stück unabhängiger macht.
Immateriell fühle ich mich also sehr reich, und gerade im Augenblick, in dem mir das jetzt bewusst wird, genieße ich das sehr.

Ich denke, dass auch du ein reiches Leben führst, schon allein mit deiner Familie und den anderen Themen, für die du dich begeistern kannst.

Lieben Gruß
von der Sparköchin


Waffelmann / Website (24.2.21 15:21)
Reichtum – darüber lässt sich lange und breit diskutieren.
Man ist innerlich reich, muss aber unter der Brücke schlafen weil man sich keine Behausung leisten kann.
Schwierig.
Gerade in Zeiten wie diesen sehe ich viele Menschen im Umfeld finanziell über die Klinge springen.
Kolleginnen + Kollegen die die Raten für ihr Häuschen nicht mehr tilgen können weil ihr Job komplett weggebrochen ist und Kinder haben. Die reden dann nicht mehr über geistigen Reichtum.
Wie gesagt – alles nicht so einfach.
Kommt immer auf die Gesamtsituation an in der man lebt.

Herzliche Grüße!

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