„Nebenbei, dabei & herauslassen“

Ich singe - während ich diesen Blogeintrag schreibe - von „Clueso“ den Song: „Du warst immer dabei“ vor mich her.
Seit Tagen hat der Song meinen Gehörgang eingenommen.
Ich mag den fließenden Text, der mit wenigen Worten viel aussagt, sich so schön auf alle Mögliche Ereignisse interpretieren und projizieren lässt, mir ein besonderes Gefühl vermittelt, dass Musik und Gesang Federleicht auf mich wirken.


Kann es sein, dass unsere Kanzlerin zum Ende ihrer Amtszeit gefühlsmäßig so richtig auftaut?  - Noch nie war mir Frau Merkel sympathischer wie derzeit!

Ich fand es stark, wie sie an die Tausenden von Toten, Corona-Opfern, die einsam sterben mussten, erinnerte.
Man merkte, da war deutlich mehr dahinter, wie das Politiker-Klappentext-Bedauern.


Was ich gut kann, Menschen beim Glücklichsein zuschauen!
Ich erwische mich immer mehr dabei, ob in der Realität, bei (Hör)-Büchern oder beim Film.
Bei Hörbüchern, Filmen hat es den Vorteil, dass man leicht zu den glücklichen Zwischentönen und Endsequenzen ohne Mühe gelangen kann.

Auf besondere Effekte, Dialoge, die die Handlung vorantreiben und Actionsequenzen, die sicher auch die ein oder andere Wiederholung verdient hätten, lege ich – zu Zeit – weniger Wert.

Das wäre vielleicht auch für das eigene Leben Wünschenswert, das man zu besonderem glücklichem Augenblick zurückkehren könnte, würde aber vielleicht dann dem Moment die Besonderheit rauben?

Kann es sein, dass es in der Jugend leichter war Gefühle – immer so wie sie gerade in einem steckten – herauszulassen, wie jetzt in den (erwachsenen, meinen) 40igern?

Sollte es nicht umgekehrt sein?
 
Wann hatte ich eigentlich diesen letzten richtigen lauten Gefühlsausbruch, dass sich alle nach mir umdrehen, weil ich meine Emotionen nicht unter Kontrolle hatte?


Mit meinem Bruder beriet ich mich am Abend hinsichtlich Vaters nahenden Geburtstag! – War echt nett!

Was mich dabei dennoch echt kirre machte; obwohl mein Bruder wahrscheinlich 3x mehr von Computern versteht; wenn er Dinge in aller Seelenruhe mit seinem Zweifingersuchsystem in eine Suchmaske eingibt.
So richtig gemütlich eben! – Ich hingegen habe dann das Gefühl mir wird wertvolle Zeit gestohlen!

Ich bilde mir hingegen ein, es muss alles mit meiner 10-Finger-Tippsersei über den Befehl „Copy & Paste“ schnell und noch schneller umgesetzt werden. Ich will ihm die von mir empfundene Langsamkeit (sein eigenes Tempo) nicht zugestehen.

Wobei ich - in jedem anderen Computerbereich - nicht nur der Langsamere, sondern auch glasklar der unterlegene wäre.


„Nachsicht Tugend Durchhaltevermögen Langmut Gelassenheit Ausdauer Geduld innere Ruhe“ – Unbekannt



„Guten Morgen! – Wer immer ihr auch seid?!“

4 Kommentare 22.1.21 06:30, kommentieren

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